Bermuda-Bande — Verschollen in der Traumwelt.


Bermuda-Bande — Verschollen in der Traumwelt.

von Paul-Christian Mühlfeld.

Cover
Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

dieses Blog dient jungen, unbekannten und neuen Autoren dazu, ihre Bücher vorzustellen. Als sich Paul-Christian Mühlfeld zu diesem Zwecke bei mir meldete, habe ich erst einmal eine allgemeine Mail geschickt, die die Bedingungen für eine Buchvorstellung beinhaltet. Mit dem Autor habe ich mich erst näher befasst, als er geantwortet hat. Erst dann realisierte ich, dass es ein ganz besonderer Autor ist. Erstens ist er noch sehr jung und zweitens hat er ein Handicap. Er leidet unter „Asperger Autismus“, geht aber sehr selbstbewusst und offen damit um. Das Buch ist in einem erstaunlich guten Stil geschrieben, viel besser als viele „Bücher“, die mir von Selfpublishern oft angeboten werden. Ich freue mich deswegen, Ihnen heute „die Bermuda Bande“ zu präsentieren.

Inzwischen gibt es auch bei AMAZON das E-Book und das Taschenbuch.

Kurzbeschreibung/Inhaltsangabe



Tim, Lara und Florian leben in Tannengrund. Obwohl sie sehr unterschiedlich sind, werden sie Freunde. Ein aufregendes Abenteuer, bei dem MINECRAFT eine große Rolle spielt, bringt diese neue Freundschaft in Gefahr. Werden sie Freunde bleiben? Lernt die Familien Bergsteiner und Salzrahm kennen und erlebt mit, welche Rolle der Hausmeister Meier und der kleine Mischlingshund Coffee spielen. Lasst Euch verzaubern von der bunten Welt der Minecraft-Klötze und geht mit den Kindern auf die Reise in die Traumwelt.

Leseprobe:

…Ben fuhr fort: „Als ihr euch unbefugter Weise an unserem Kugelgate zu schaffen machtet, habt ihr unbewusst die Umlaufbahn der Welten geändert. Die reale Welt wurde von der Traumwelt getrennt. Wisst ihr denn auch, was das bedeutet?“ Wir schauten ihn verständnislos an. Wir wussten nicht, was er meinte und wir konnten uns unter dieser Trennung auch nichts vorstellen. Also sprach er weiter: „Die Trennung der Welten bedeutet, dass ab diesem Tag kein Mensch auf der Welt mehr träumen kann.“ Das soll alles gewesen sein, fuhr es mir durch den Kopf, aber Ben sprach schon weiter. „Ja, Tim, da schaust du mich ganz verständnislos an. Ich spreche nicht von den Träumen, die du nachts im Bett hast, sondern den Träumen und der Hoffnung, die jeder Mensch braucht, um neue Ziele zu erschließen. „Menschen brauchen Träume, brauchen Hoffnung. Wer keine Träume hat, der hat keine Hoffnung mehr. Sich Hoffnung machen, bedeutet also, etwas zu verändern.

Ja, ihr beiden, Träume sind die Voraussetzung für Veränderungen. Träume geben Hoffnung und Zuversicht und sind ein Lebenselixier. Ich mache es noch deutlicher: Ohne Träume kann man nicht leben! Und vergesst nie, egal was euch im Leben passiert, Träume sich die Nahrung auf dem Weg zum Ziel….

Über den Autor

Mein Name ist Paul-Christian Mühlfeld, ich bin 15 Jahre alt und im Januar 2001 geboren. Seit der Geburt lebe ich bei meinen Großeltern, die mir das liebevolle zu Hause schenkten, das mir meine Mutter nicht bieten konnte. Schon im Alter von zwei Jahren merkten meine Eltern, dass ich anders war, als ihre anderen Kinder. Ich hatte Schwierigkeiten in der Gruppe zurecht zu kommen und blieb am liebsten alleine. Sozial-emotionale Störungen hieß das in der Fachsprache und es begann eine lange Odyssee an Arztbesuchen und therapeutischen Sitzungen. Obwohl begabt verstand man in den Schulen meine Art zu denken und zu fühlen nicht. Ohne Förderung blieb ich auf der Strecke und man traute mir nicht einmal den Hauptschulabschluss zu. Zeitgleich mit der Diagnose Asperger Autismus high functionial bekam ich im Dezember 2014 mitgeteilt, dass ich schul-unfähig bin. Ich passte nicht ins Regelschulsystem. Alternative Beschulungen gab es nicht. Nur dem Kampf meiner Großeltern habe ich es zu verdanken, dass letztendlich doch noch eine Schule für mich gefunden wurde, die web. Individualschule in Bochum. Dort hat man sich auch auf die Beschulung von Autisten eingestellt. Bezahlen wollte diese Schule natürlich keiner. Meine Großeltern klagten das Recht auf kostenlosen Zugang zur Bildung ein und im Mai 2015 begann ich endlich mit meinem Unterricht an dieser Schule. Von da an änderte sich mein ganzes Leben.

Endlich konnte ich zeigen, was in mir steckt. Endlich wurde ich nicht mehr belächelt, gemobbt, gedemütigt und geschlagen. Ich lernte mich zu öffnen und zeigte, was in mir steckt. Nach und nach zeigte ich meine Stärken, meine Liebe zur Mathematik und vor allem meine Liebe zum Schreiben. Mein Lehrer animierte mich, mir Charaktere auszudenken und einmal eine längere Geschichte zu schreiben. Was daraus wurde, hatten wir beide nicht erwartet. Mein Buch! Und da in meinem Kopf noch viele Ideen habe, entschloss ich mich mehrere Bände zu schreiben. Zum meinem großen Glück fand sich auch ein Verlag, dem meine Geschichten gefielen. Seit Oktober ist nun der erste Band der Bermuda Bande mit dem Titel „Verschollen in der Traumwelt“ erhältlich.
Natürlich muss ich lernen mit meinem Asperger zu leben. Mein Anderssein, wie ich diese Störung nenne, führt dazu, dass ich vieles anders fühle und wahrnehmen. Oft wünsche ich mir, die Menschen hätten deshalb ein Bild oder eine Zahl auf der Stirn, das würde vieles für mich einfacher machen. Probleme bereitet mir auch das Interpretieren von Mimik und Gestik. Ich weiß nie, ob mein Gegenüber mich fragend, wütend, erregt, freundlich oder böse anschaut, was oft zu Missverständnissen führt.

Ich leide an Reizüberflutung, das heißt ich nehme Geräusche, Gerüche, Temperaturen und auch Berührungen ganz anders wahr. Ich kann Geräusche nicht filtern, alles ist gleich laut. Ich kann vieles, auch Menschen, nicht riechen, dann wird mir übel. Ich ertrage keine spontanen Berührungen und reagiere darauf mit Schmerz.

Inzwischen richte ich mein Leben so ein, dass es nicht nur erträglicher, sondern erfüllt ist. Seit der Diagnose weiß ich um meine Auffälligkeiten. Ich weiß, dass Stress mich überfordert und dass ich ohne feste Strukturen meinen Alltag kaum bewältigen kann. Ich habe gelernt, meine Stärken gezielt einzusetzen und meine Schwächen anzunehmen. Und ich weiß, was ich will. Ich möchte mein Abitur machen, Germanistik studieren und Schriftsteller werden.
Ich will aber auch informieren, dass sich auch heute noch Ämter und Behörden keine Gedanken über das Diagnosebild Asperger Autismus machen. Sie sprechen von sozialer Isolation, wenn wir vom selbstbestimmten Leben reden. Viel Öffentlichkeitsarbeit wird noch notwendig sein, um diese vorgefertigten Meinungen zu ändern und den Gedanken der Inklusion mit Leben zu erfüllen.

Ich bedanke mich mit meinem Buch aber auch bei meinen Eltern, die jeden noch so kleinen Schritt mit mir gemeinsam gegangen sind, mich immer unterstützt haben und das auch weiterhin tun werden. Ich danke meiner Ärztin, Frau Dr. Paas für ihre treffsichere Diagnose, ohne die ich noch immer nicht Frieden mit mir und meinem Anderssein schließen könnte. Ich danke meinem Therapeuten, Herrn Flunger, der Asperger Autismus erkannt und uns darin geschult hat.
Vor allem aber danke ich meiner Schule, der web. Individualschule in Bochum und hier vor allem meinem Lehrer, Mathias Möde und der Direktorin Frau Sarah Lichtenberger.

Die Schule mit ihrem alternativen Beschulungskonzept, hat mir geholfen zu dem zu werden, was ich heute bin, einem selbstbewussten jungen Mann. Mein Lehrer hat ab dem ersten Tag an mich geglaubt, mich gefördert und unterstützt. Er hat meine Kreativität erkannt und in die richtigen Bahnen gelenkt. Diesen besonderen Menschen habe ich zu verdanken, dass ich trotz allem ein toller Mensch geworden bin, der sich nicht von seinem Weg abbringen lässt und der genau weiß, wie seine Zukunft aussehen soll. Sie haben mir gezeigt, dass eine Diagnose auch eine Chance sein kann. Heute kann ich beruhigt sagen:

„Ich bin Asperger und das ist gut so!“

Ich wünsche dem jungen Autor von ganzem Herzen Erfolg! Und Sie meine lieben Leser, haben vielleicht gerade jetzt ein tolles Buch zum Verschenken gefunden.

Die E-Book Ausgabe gibt es bei AMAZON hinter diesem Link!

Die gedruckte Version gibt es hinter diesem Link.

Ihr Rainer Andreas Seemann

Ihr neuer Kindle ist nur einen Klick entfernt. Tausende von Büchern passen in Ihre Handtasche oder Sakko-Innentasche.

Sie haben ein Buch geschrieben und wollen es nun veröffentlichen? Bevor Sie sich in Unkosten stürzen oder auf einen Zuschuss-Verlag einlassen, klicken Sie hier

Wir geben in regelmäßigen Abständen einen Katalog heraus. Sie finden ihn hier

One Reply to “Bermuda-Bande — Verschollen in der Traumwelt.”

  1. Leider hat sich auch heute nichts geändert. Aus dem gleichen Problem, wurde ich in die Kunst gedrängt. Dort lebe ich gut unter vielen Asberger Autisten. Dieses Syndrom ist fast Voraussetzung für eine gezielte Aufbereitung künstlerischer Talente. Paul Christian Mühlfeld macht es total richtig, indem er sich der Welt öffnet.

    Peter Rentzsch

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*