Der Hexenrichter Tschenkowitz.


Der Hexenrichter Tschenkowitz — Eine Geschichte aus der Zeit der Hexenverfolgungen.

Von Rolf Karadek.

-Cover.
Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

Rolf Kamradek ist Arzt und Schriftsteller aus Leidenschaft. Ich konnte bereits zwei seiner Bücher herausgeben. Die seltsamen Reisen des R.K., ein Reisebuch der ganz besonderen Art und Der Schrei im Kalkberg, hier allerdings nur die gedruckte Version. Es ist ein spannendes Jugendbuch, das Kinder und Jugendliche auf eine kindgerechte Weise ein wenig in die Welt der Kunst entführt.

Auch bei AMAZON ergibt die Suche nach Rolf Kamradek eine erstaunliche Vielfalt an Büchern aller Art. Unser neuestes gemeinsames Projekt ist ein spannendes Buch, das die Zeit der Hexenverfolgungen im ausgehenden Mittelalter behandelt. Jugendliche und durchaus auch Erwachsene können anhand einer fiktiven Geschichte, die unglaubliche Einfältigkeit und den aberwitzigen Aberglauben der Menschen damals „miterleben“. Das Buch ist für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren geeignet. Jüngeren Kindern, so ab 12 Jahren, kann man es vielleicht vorlesen und erklären.

Kurzbeschreibung/Inhaltsangabe



Hexen gibt es im Märchen – und da gehören sie hin. Aber damals, im Jahre 1678, dachten alle Menschen, es gäbe sie – fast alle. Das war doch wissenschaftlich erwiesen. Und so fürchten sie sich im „Hexenwinkel“, einem Gebirgstal, das sich unschwer in den Sudeten lokalisieren lässt, vor Hexen, aber noch mehr vor dem Hexenrichter Tschenkowitz und seinem Hexenjäger Zotkittel. Auch Anna, die man neben ihrer toten Mutter im Schnee fand, und die von der alten Tresa-Hex in Zibulkendorf aufgezogen wurde, glaubt sie wäre eine, denn, in ihrer liebenswerten Art kann sie Menschen verzaubern – auch den sie zunächst drangsalierenden Jakob. „Na und?“, sagt dieser schließlich, „wichtig ist, dass sie Gutes tut und nichts Böses.“
„Das verstehst du nicht“, antwortet der Schultheiß seinem Sohn. „Hexen muss man…“
So erhält der berühmte Hexenrichter Tschenkowitz einen Tipp und schickt den berüchtigten Hexenjäger Zotkittel mit seinen Gehilfen Rotzglüsel und Kotzbrook aus, um Anna zu fangen. Wohl vertreiben die von Anna verzauberten Dörfler die Schergen, aber Anna muss doch in die Berge fliehen. Nach Verrat lauern ihr die Hexenjäger in den Felsen des „Berggeistes“ auf, wobei Zotkittel verunglückt und seine Kumpane aus Angst fliehen.
„So blöd kann doch gar niemand sein. Der Autor übertreibt doch“, werdet ihr sagen, wenn ihr lest, welch lächerliche Beschuldigungen Tschenkowitz gegen die angeblichen Hexen erhebt um sie verbrennen und beerben zu können. Aber genau dieser haarsträubende Blödsinn wurde in den Hexenprozessen zwischen 1500 und 1782 vorgebracht und ist in alten Akten nachzulesen. Das Buch, dessen Handlung fiktiv und das trotz seines ernsten Themas humorvoll geschrieben ist, setzt sich mit dem Denken der damaligen Zeit auseinander, etwa in den Diskussionen im Stadtrat von Schönberg oder den Gesprächen zwischen Rat Kepernik und Bürgermeister Tromper (den es wirklich, allerdings in Holland, gegeben hat). Die Professoren, die den Hexenwahn „wissenschaftlich“ untermauerten, aber auch die genannten tapferen Männer, die sich ihm entgegenstellten, sind historisch, ebenso die vielen aufgeführten Beispiele der unglaublichen Anklagen und Beschuldigungen.
Tatsächlich haben sich, wie geschildert, Dorfgemeinschaften gegen die Hexenjäger zur Wehr gesetzt. Und die Hexenwaage kann man im holländischen Oudewater noch besichtigen, sich wiegen und bescheinigen lassen, dass das Aussehen mit dem Gewicht übereinstimmt.

Über den Autor

Rolf Kamradek
Dr. med. Rolf Kamradek
Anders als der spontane Witz ist sein Humor das Ergebnis von Beobachtung, Abstand und ernsthaftem Nachdenken. So kommt er zu dem Schluss: Die Menschen sind komisch.
Im Sudetenland geboren, aufgewachsen in Bayern und Schwaben, als Student in Kiel und Marburg, als Arzt im Allgäu, in Schleswig-Holstein, im Schwarzwald und im Saarland, hatte der Wahl-Schleswiger reichlich Gelegenheit sie kennen zu lernen.
So begleitet er liebenswerte Neurotiker mit Sympathie, erzählt in seinen Büchern „Die Sau im Kirschbaum“ (Theiss) und „Spätzleduft und Nordseeluft“ (Husum) schwäbische Lausbubengeschichten und entführt mit den Reiseerzählungen in komische Welten.
Ganz anders in dem Politthriller „Die German Angst“ (Bookshouse, Okt. 2013). Zusammen mit seinem Coautor Helmut Fuchs, setzt er sich mit berechtigten und irrationalen Ängsten der Menschen auseinander, allerdings nicht mehr humorvoll und satirisch. Als Arzt, u.a. für Naturheilkunde, lernte er sie ebenso kennen wie übersteigerte Hoffnungen in die Heilkräfte der Natur.
So erschien bei Bookshouse, der satirische Roman „Josef und seine Träume“ als E-Buch. Der Autor begleitet seinen Protagonisten bei einer Rehabilitation in die skurrile Welt einer Naturheilklinik und beleuchtet humorvoll und spannend Kommerzialisierung und Instrumentalisierung in der Naturmedizin. Ebenfalls als E-Buch erschien in der Kindle-Edition der Roman „Der Schrei im Kalkberg“, ein klassisches Abenteuerbuch für Jungen, Mädchen und Erwachsene, die das Genre lieben, ganz ohne Hexerei, Zeitsprünge und Aliens. Es schildert die Sehnsucht eines Waisenjungen nach seinem Vater, greift Themen wie Alkoholismus, Illegalität, Fußball „entartete Kunst“, Kunstraub und Fälschung auf, und gibt, eingebunden in Maltes Gedankengänge, Einblicke in die Kunstgeschichte.
Ansonsten schreibt er regelmäßig meist satirische oder humorvolle Lyrik für die Zeitschrift „Schleswig Kultur“ sowie Erzählungen für verschiedene Anthologien. Als Herausgeber veröffentlichte er „CoLibretto“, eine Anthologie der Autorengruppe CoLibri, deren Mitbegründer er ist, die unheimlichen „Geschichten aus dem alten Prag“ seines Vaters Hans Kamradek und bearbeitete die deutschböhmischen Kleinstadtgeschichten seines Großvaters Josef Benoni („Der Idiot von Landskron“).
1960 erhielt Dr. Kamradek den Scheffelpreis.

Sein neues Buch „Der Hexenrichter Tschenkowitz“ ist bei AMAZON erhältlich und kann über die beiden folgenden Links gekauft, bzw. gedownloadet werden.

Das Taschenbuch gibt es hier

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Wie immer wünsche ich Ihnen viel Freude beim (Vor-)lesen. Ich halte das Buch für pädagogisch wertvoll, weil es aufzeigt, wie lächerlich Vorurteile sein können und welche katastrophalen Folgen die Angst vor dem Unbekannten entwickeln kann. Der Autor geht darauf in einem kurzen Märchen am Ende des Buches auch noch einmal explizit ein.

Ihr Rainer Andreas Seemann

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