Kondwani darf nicht weinen: Flucht aus Malawi.


Kondwani darf nicht weinen: Flucht aus Malawi.

von Hildegard Osthoff

-Buchcover-
Liebe Freunde meines Autorenblogs.
liebe Leserinnen und Leser,

Über Flüchtlinge, die vor Krieg und Terror geflohen sind, gibt es inzwischen eine Vielzahl von Büchern. Heute möchte ich Ihnen ein Buch vorstellen, das von einem jungen Afrikaner erzählt, der sechs Jahre lang unterwegs war um in das Land seiner Träume, nach Deutschland zu kommen. Es gab in seiner Heimat weder einen Krieg, noch eine politische oder religiöse Verfolgung. Es gab nur eines, unendliche Armut. Im heute üblichen Sprachgebrauch ist der Protagonist also ein sogenannter „Wirtschaftsflüchtling“. Die Autorin legt ihm die Worte in den Mund: „Ich stamme aus Malawi, gelegen im Süden von Ostafrika. Meine Flucht war keine politische Flucht. Ich wurde nicht von einem diktatorischen Regime verfolgt. Man trachtete mir nicht nach dem Leben. Mein Weggang war eine Flucht vor der Armut!

Kurzbeschreibung/Inhaltsangabe



Ich floh aus einem Land, das mir Heimat und Geborgenheit gab, jedoch kein menschenwürdiges Leben und keine Zukunft versprechen konnte. Meine Flucht ist mit Schuld verbunden! Wortlos verließ ich meine Eltern, meine Geschwister, meine Großfamilie, die ich liebe, denn Worte hätten mich an sie gebunden. Ich verließ das soziale Wertesystem meiner Heimat, die Werte, die mich meine Eltern gelehrt, und lebte Unwerte, die mir meine Eltern nicht vorgelebt hatten.

Zu meinen Wurzeln bin ich zurückgekehrt und fühle mich ihnen verbunden. Nach meiner jahrelangen Flucht empfinde ich tiefe Dankbarkeit für meine Rettung.
In meiner Rückschau und Rückbesinnung möchte ich meinen afrikanischen Freunden ein Denkmal setzen, meinen Helfern, die mir die Flucht ermöglicht haben, ohne in Erwartung einer Gegenleistung.
Meine Flucht nach Europa war nicht nur ein Abenteuer, nicht nur Kampf, Hunger, Gefahr und Todesnähe, sie wurde zu einem bewussten Erleben zahlreicher Länder des afrikanischen Kontinents, meines Kontinents, dem ich angehöre. Diese Flucht ermöglichte mir im Zeitraffertempo einen unglaublichen Zuwachs an Erfahrung und Bildung. Die unterwegs erlebte pralle Vielfalt afrikanischer Kulturen wurde für mich zu einem wunderbaren Geschenk.
Mein Weg führte mich aus meiner Heimat Malawi, einem der ärmsten Länder der Welt, durch den Kontinent des Ungleichgewichts, der sozialen Ungerechtigkeit, der Armut, der Ausbeutung, des Reichtums und der kolonialen Vergangenheit vieler Länder, verwickelt in unmenschliche Kriege. Er demonstrierte mir das aufstrebende Selbstbewusstsein der Länder als unabhängige Staaten. Ich genoss die Schönheit Südafrikas, des vergessenen Paradieses, wusste von der Aufhebung der Apartheid in Südafrika, erlebte aber auch die noch nicht überwundene Apartheit in den Köpfen und Herzen der weißen Bevölkerung.
Das reiche, fruchtbare Land Ghana zog mich in seinen Bann. Ich zog in einer Salzkarawane mit den Tuareg durch die Wüste und diese zeigte mir in ihrer Weite und Unendlichkeit unbarmherzig meine eigene Nichtigkeit und Kleinheit. Meine Flucht verschlug mich nach Tamanrasset, in den Süden Algeriens. Ich folgte den Spuren des Einsiedlers Charles de Foucauld und vernahm seine Botschaft von einer zeitübergreifenden Aussagekraft.
Ich floh durch Länder, Länder, Länder.
Meine unvergesslichsten und zugleich bereicherndsten Erfahrungen schenkten mir die Menschen Afrikas in (fast) aussichtsloser Armut. Sie lehrten mich für mein Leben: Man muss nichts besitzen, um zu geben! Man muss nur sich selbst geben, denn dann wird Armut in Reichtum verwandelt, für den Gebenden und für den Beschenkten.

Über die Autorin

Hildegard Osthoff.
Bild mit Genehmigung der Autorin
Frau Hildegard Osthoff, geb. 1940 in Beckum in Westfalen, unterrichtete die Fächer Englisch und Französisch an den Realschulen in Fredeburg, Emmerich und Ennigerloh. Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2000 begann sie mit dem Schreiben von Büchern. Ihr erstes Buch veröffentlichte sie unter einem Pseudonym. Das Buch „Kondwani darf nicht weinen“ schrieb sie zusammen mit einem Missionar aus dem Orden der Weißen Väter, der jahrelang in Malawi als Missionar wirkte und über die notwendige Landeskenntnis verfügte.

Ihr zweites Buch „Von einem Frosch, den das Fernweh plagte“ ist ein modernes Märchen mit den strukturellen Elementen eines Märchens, aber auch mit zahlreichen Informationen aus der Tierwelt.

Kondwani darf nicht weinen: Flucht aus Malawi ist als Taschenbuch erschienen und kann über diesen Link direkt bei AMAZON bestellt werden. Lesen Sie die spannende Geschichte einer sechs Jahre dauernden Flucht aus einem der ärmsten Länder der Erde und lesen Sie auch viel über die Gründe, die zu dieser Flucht führten. Gerade in der Zeit, in der so viel über „Armuts- und Wirtschaftsflüchtlinge“ gesprochen wird, kann dieses Buch eventuell zu mehr Verständnis für die Gründe solcher Fluchten führen. Ich selbst bin in dieser Frage durchaus geteilter Meinung aber das Buch hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung!

Leider gibt es (noch) keine E-Book Ausgabe.

Das angesprochene zweite Buch wird zu einem späteren Zeitpunkt auch noch in diesem Blog vorgestellt.

Ihr Rainer Andreas Seemann
mit Team

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