Schwarz oder weiß: Borderliner kennen kein Grau.


Schwarz oder weiß: Borderliner kennen kein Grau

Von Svea Kerling

Cover
Liebe Leserinnen und Leser,

bis vor wenigen Tagen wusste ich nichts über eine geheimnisvolle Krankheit. Den Namen „Borderline Syndrom“ hatte ich irgendwo sicher schon einmal gehört, mir aber keine Gedanken darüber gemacht. Dann kam die Mail der Autorin Svea Kerling, in der sie mich fragte, ob sie ihr Buch zu diesem Thema vorstellen kann. Zuerst skeptisch, las ich den von ihr selbst verfassten Text und war danach sicher, dass dieses Buch unbedingt in das Autorenblog gehört. Ich habe selten einen so einfühlsamen Text gelesen. Das Buch ist „fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite“, wie eine Rezensentin bei AMAZON schreibt. Dem möchte ich zustimmen. Es spielt dabei keine Rolle ob man selbst betroffen ist oder im persönlichen Umfeld jemand kennt, der Borderliner ist.

Zum Thema/Über das Buch


Bild: privat
Einst – lange ist es her – wollte ich nichts sehnlicher, als so zu sein wie „die anderen“. So, wie „die anderen“ mich sehen wollten. Ich wollte nur eins sein: „Normal“

Mir war jedoch anderes vorherbestimmt. Ich sollte lernen, hinter die Fassade der „normalen“ Menschen zu blicken. Ich sollte hören, was nach dem sonntäglichen Gebet am Stammtisch beim „Wirt ums Eck“ gesprochen wurde. Ich sollte wissen, wie Schmerz sich anfühlt.

Es war eine harte Schule und ich wünschte, ich wäre nicht so eine gute und wissbegierige Schülerin gewesen. Ich habe fleißig gelernt und mich immer wieder zu Wort gemeldet. Ich habe eine Prüfung nach der anderen mit Bravour bestanden. Mittlerweile finde ich mich in der Hölle ohne Straßenkarte zurecht; und das ist gut so. Vor allem wenn man bedenkt, wie kurzlebig die heutigen Akkus sind. Da kann die Navigations-App am Handy noch so ausgereift sein.

Und irgendwann habe ich damit begonnen, Geschichten zu schreiben. Immer mehr bittersüße (Horror)Geschichten, die nunmehr in meinem Buch nachzulesen sind. Geschichten darüber, wie das denn so ist. Wie das denn so aussieht: In mir. Wie das denn so aussieht: Um mich herum. Wie es so ist, den erlebten Schmerz und die Demütigungen immer wieder aufs Neue zu erleben. Wie es denn so ist, hinter die Maske zu blicken. Wie es denn so ist, hinter der Maske zu leben. Wie es denn so ist, eins mit seiner Maske zu werden. Mit verschiedenen Masken.

Eine psychische Krankheit ist nicht nötig, um mein Buch zu lesen. Dieses Buch soll das Leben nicht aus der Sicht einer „emotional instabilen Persönlichkeit“ beschreiben. Darum geht es mir nicht. Ihr benötigt kein Attest und müsst keinen Therapeuten vorweisen. Vielleicht würde es helfen, „emotional flexibel“ zu sein. Ganz sicher sogar. Und vielleicht schaffe ich es, Euch eine neue Perspektive zu bieten. Einen anderen Blickwinkel. Mehrere Sichtweisen. Nur allzu oft ist eine Sache nicht so, wie sie uns scheinen mag. Und nur allzu oft braucht es mehr als einen Blick, um hinter diese viel zitierte Normalität zu blicken.

Vergesst nie, dass niemand durch die Augen eines anderen Menschen sehen kann. Wahrnehmen, was er wahrnimmt. Fühlen, was er fühlt. Wissen, was er weiß.

Mein Buch behandelt die Auseinandersetzung mit der Normalität. Es ist ein Buch der Tränen, des Schmerzes und des Horrors des Alltags. Aber auch der gewonnenen Schlachten.

Was es nicht ist? Es ist KEIN Ratgeber, KEIN Buch zur Selbstheilung, KEIN Think-Pink-Buch.

Ich erkläre und erörtere keine Krankheitsbilder. Ich bin weder Therapeut noch Ratgeber. Gottlob. Noch habe ich vor, eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Ich will Euch nicht belehren und niemanden mit Pseudoweisheiten zwangsbeglücken. Ich habe die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen.

Ich kann nicht in Eure Köpfe blicken. Doch ihr habt die Möglichkeit, einen Blick in mein Leben zu werfen. In meinen Kopf. In meine Gedanken, meine Empfindungen und mein Sein. Ich kann Euch Einblick gewähren. Einblick in mein Leben, in dem sich Realität und Wahnsinn gern auf einen Kaffee treffen. Ein Leben, wo Stille hörbar ist und die Seele weint. Ein Leben, auf der Flucht vor der Realität. Ein Leben, wo der Schmerz die einzige Konstante ist und Sicherheit gibt. Und wie es ist, wenn man sich an das einzige Reale klammert, was bleibt: Die trügerische Hoffnung.

Vielleicht erkennt Ihr Euch an einer Stelle wieder. Vielleicht kann ich Euch an einer Stelle abholen.

Und nein, Borderliner sind nicht

  • die Wahnsinnigen, die nur Aufmerksamkeit erregen wollen.
  • die, die sich aus Fadesse ritzen.
  • die Wahnsinnigen, die keine Gefühle haben und von denen man sich besser fernhält.
  • nicht eine Horde lauter Verrückter.

Sie stecken nicht bloß in einer Phase oder sind eine Modeerscheinung und keine Horde lauter Verrückter.
Na dann, somit ist quasi alles „geritzt“ 

Nunmehr arbeite ich an weiteren Kurzgeschichten. Geschichten, in denen die Normalität ihre Masken fallen lässt. Lasst Euch überraschen.

… und es wird das Leben sein, das uns schlussendlich dahinrafft, nicht der Tod…

Soweit die Autorin selbst.

Das Buch ist in der Kindle Edition von AMAZON als E-Book erhältlich. Sie können es über diesen Link direkt herunterladen.
Falls Sie einen anderen E-Book Reader verwenden oder das Buch lieber am PC, auf dem Tablet oder Smartphone lesen möchten, können Sie sich die kostenlose KINDLE Lese App bei AMAZON herunterladen.

Ich bedanke mich bei Svea Kerling an dieser Stelle, dass Sie mir die Gelegenheit gab, dieses wertvolle Buch in meinem Blog vorzustellen.

Ihr Rainer Andreas Seemann


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