Aboreas, Rüdiger

Rüdiger Aboreas
Foto privat
Rüdiger Aboreas hat sich über viele Jahre als kultureller Stadtteilaktivist betätigt. Hervorgegangen daraus sind ein Kulturstammtisch, die Mitwirkung an zahllosen Aktionen und Veranstaltungen wie beispielsweise am legendären „Dulsberger MaiRauschen“ mit einer bis heute für Literaturveranstaltungen außergewöhnlichen Ausstrahlung. Und vieles mehr. Nicht vergessen darf man die Anthologien, die zumeist im Gefolge des MaiRauschens gemeinsam mit einer Mitstreiterin herausgegeben worden sind.

Stets sind die Stadtteilbewohner die ersten Ansprechpartner gewesen. Die haben auch mit der zentralen Frage in Aboreas’ Schaffen zu tun, die lautet: Was spielt sich eigentlich in den Köpfen der Menschen ab in veränderungsträchtigen Lebenssituationen? Klar, die Mächtigen wollen noch mehr Macht, aber niemand wird behaupten, dass die Ohnmächtigen nach noch mehr Ohnmacht streben. Oder doch?
Heute, seit ein paar Jahren im schönen Harz lebend, wagt er den Blick über die städtischen Grenzen hinaus und ist angekommen in – Deutschland, wenn auch hier im alten Germanien. Den vorliegenden Roman hat er an der Niederelbe beginnen lassen. Eine Neuerung ist die Historie. Gleichwohl eine alte Liebe, hat er doch bereits im Soziologiestudium nur allzu gern sich mit der regionalen Wirtschaftsgeschichte befasst. Im Harz, eine seiner Herkunftsheimaten, steht der Bergbau auf dem Programm, wo bereits einige Kurzgeschichten ans Licht befördert worden sind.

Das heißt nicht, dass 35 Jahre Hamburg, dazu 15 in Hannover und einige in Stade einfach so abgeschüttelt werden. Schon allein der beiden Kinder wegen, die in Hamburg leben. Auch ein Anlass, gelegentlich zurückzukehren, dabei die lichtdurchfluteten Wirtschaftszentren und das vielgestaltige kulturelle Großstadtleben zu durchstreifen. Immer auf der Suche nach Neuem, Schönem und dem Gelungenen.

Rüdiger Aboreas hat uns sein Buch „Heimat, Liebe, Flucht und Fremde“, anvertraut. Sie finden die Beschreibung in unserem Autorenblog. Bitte folgen Sie diesem Link!