Cordoba – Andalusien pur!

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Cordoba – Andalusien pur!

Cordoba – in meinen Augen die schönste Stadt Andalusiens.

Cordoba - die andalusischste Stadt Spaniens.
Cordoba – die andalusischste Stadt Spaniens.
Liebe Freunde meines Reiseblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

Andalusien, das ist Spanien, so wie es sich die meisten Touristen aus aller Welt vorstellen. Maurisch geprägte Gebäude, der typische Flamenco, Pferde und deren stolze Besitzer sowie Frauen, die in bunten Kleidern stolz hinter dem Reiter auf den Pferden sitzen. Bei all den Klischees, so ist Andalusien wirklich. Die Menschen sind freundlich, lebenslustig und eben „typisch“ spanisch. Nur darf man ihnen das nicht sagen. Andalusier sind eben keine Spanier, sondern…Andalusier. Sie haben sogar eine eigene Sprache, die selbst von den Spaniern oft nicht verstanden wird. Die vier großen Städte, Sevilla, Malaga, Granada und Cordoba spiegeln diese typisch andalusische Lebensart wieder. Viele Jahrhunderte von den Mauren besetzt, wurde das südliche Spanien im Jahre 1492 durch König Ferdinand II. und Königin Isabella I. von den Christen zurückerobert. Dennoch kann man bis heute den Einfluss der Mauren auf das Land und die Menschen spüren. In Cordoba gibt es dazu eine große Besonderheit, die Mezquita. Einst eine Moschee ist sie heute ein christlicher Dom.

Die Mezquita - einst Moschee, heute christlicher Dom.
Die Mezquita – einst Moschee, heute christlicher Dom.
Das ehemalige Minarett wurde zum Kirchturm und im Inneren der Mezquita hat man zwischen den alten maurischen Bogen einfach einen Dom von typisch katholischer Pracht errichtet. Als Karl V. das Ergebnis 1526 bei einem Besuch in Córdoba sah, soll er gesagt haben: „Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt getan, was möglich war, etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war“. Es ist jedoch nicht sicher, ob dieser Ausspruch wirklich Karl zuzuschreiben ist.


Wenn Sie mutig sind, fahren Sie mit dem Auto bis ins Parkhaus der Mezquita. Aber Achtung, es geht dort sehr eng zu. Ich sah einen Engländer, der mit seinem SUV riesige Probleme hatte, aus dem engen Parkhaus wieder hinauszukommen. Sie können auch außerhalb der Altstadt parken und dann in die Stadt „hineinbummeln“, was Ihnen erheblich weniger Stress verursacht. Für die Mezquita benötigen Sie eventuell einen halben Tag.
Mezquita - Mitten in der einstigen Moschee - der Dom.
Mezquita – Mitten in der einstigen Moschee – der Dom.
Es ist aber unproblematisch, Eintrittskarten zu bekommen. Im Gegensatz zu Granadas Alhambra, wo man eine Woche im Voraus buchen muss, geht es in der Mezquita schnell. Ich musste nicht einmal ganz 5 Minuten anstehen, dann hatte ich die Eintrittskarten. Das Innere ist umwerfend. Christliche und islamische Einflüsse sind bunt gemischt. Lassen Sie sich unbedingt Zeit, jedes einzelne Detail genau anzusehen. Sie werden hinter (fast) jeder Säule wieder Neues entdecken. Höhepunkt ist natürlich der Besuch des Doms, der sozusagen das Zentrum der ehemaligen Moschee ist.
Cordoba - enge Gässchen und viel "arabisches" Flair.
Cordoba – enge Gässchen und viel „arabisches“ Flair.

Nach dem Besuch der Mezquita bummeln Sie einfach durch die vielen kleinen Gassen. Kulinarisch gibt es alles, von dem Sternelokal bis hin zur kleinen Tapas Bar, wobei letzteres sicher die allerbeste Wahl ist. Am Abend findet man viele Lokale in denen der andalusischste aller Tänze, der Flamenco, getanzt wird.

Mein Tipp: Übernachten Sie in Cordoba. Es gibt viele kleine Hotels und Pensionen, in denen man preiswert eine Übernachtung buchen kann. Denken Sie daran, Sie werden eh nur kurz schlafen, denn die andalusischen Nächte beginnen spät und enden oft erst im Morgengrauen.

Ihr Rainer Andreas Seemann