Das Centovalli Abenteuer!

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Das Centovalli – ein Abenteuer nur für starke Nerven!

Liebe Freunde meines Reiseblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

Das Centovalli ist ein Tal im schweizerisches Tessin, das man auf zweierlei Art durchreisen kann. Mit dem Auto oder mit der berühmten Centovalli-Bahn. Bei Wikipedia hört das Tal an der italienischen Grenze auf, in der Realität geht die Reise aber bis in den italienischen Ort Domodossola. Wir haben die Tour sowohl mit der Bahn als auch mit dem Auto gemacht und beides hat etwas für sich.

Das Centovallo - der Dom von Re.
Das Centovallo – der Dom von Re.


Die Centovallibahn zeichnet sich durch eine abenteuerliche Streckenführung aus, die über hohe Brücken und duch unzählige Tunnels führt. In knapp zwei Stunden fährt man so von Locarno am Lagi Maggiore nach Domodossola. Das empfiehlt sich besonders an einem Samstag. Da ist in Domodossola ein wirklich sehenswerter Markt auf dem sie so ziemlich alles kaufen können. Von Klamotten über Lederwaren bis hin zu Obst und Gemüse wird (fast) alles angeboten.

Das Centovalli - die Madonna von Re. Sie weinte zwanzig Tage blutige Tränen.
Das Centovalli – die Madonna von Re. Sie weinte zwanzig Tage blutige Tränen.

Aber zurück zum Tal. Die Fahrt mit der Bahn hat den Vorteil, dass man spektakuläre Ausblicke in Tiefe Schluchten und auf wilde Bäche genießen kann. Außerdem ist eine Sercicekraft an Bord, die Getränke und Snacks serviert. Wir haben uns einen italienischen Rotwein gegönnt. Ich empfehle Ihnen jedoch, vor allem am Samstag, ein „erste Klasse“ Ticket zu kaufen, da die Züge wegen des Markts in Domodossola meist ziemlich voll sind. In der ersten Klasse hingegen sitzen nur wenige Menschen, das macht es etwas komfortabler. Der Nachteil der Zugfahrt ist, dass man die vielen Sehenswürdigkeiten an der Strecke nicht besichtigen kann. Mit dem Auto kann man einfach da anhalten, wo es einem gerade gefällt und die teilweise atemberaubenden Ausblicke in Ruhe genießen. Die Straße ist allerdings sehr eng und kurvenreich. Der Fahrer hat also wirklich nur nach dem Anhalten eine Chance, sich umzusehen. Ansonsten ist allergrößte Aufmerksamkeit auf die Straße zu legen.

Das Centovalli - Domodossola. Schlusspunkt der Bahn im italienischen Piemont.
Das Centovalli – Domodossola. Schlusspunkt der Bahn im italienischen Piemont.

Besonders sehenswert ist der Dom von Re. Das war der Hauptgrund dafür, dass wir beim zweiten mal das Auto benutzt haben. Re ist ein winziger Ort mit einem riesigen Dom. Dort hat sich im Jahre 1494 ein Wunder ereignet. Ein Bürger, der zuvor beim Spiel verloren hatte, warf wütend einen Stein auf eine Marienstatue, worauf diese zwanzig Tage lang blutige Tränen geweint hat.

Der Dom ist sehenswert, nicht nur wegen seiner imposanten Größe, sondern weil er auch im Innern wunderschön ist. Mein Tipp, wenn Sie mit dem Zug fahren: unterbrechen Sie die Reise in Re und sehen Sie sich den Dom an.

Es lohnt sich so oder so. Gleichgültig ob mit dem Auto oder der Bahn. Das Centovalli und die beiden Städte am schweizerischen und italienischen Ende, Locarno und Domodossola lohnen einen mehrtägigen Besuch.

Ihr Rainer Andreas Seemann

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