Magische Momente an magischen Orten.

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Magische Momente an magischen Orten…

…oder – das Leben spüren.

Ein Tandem-Fallschirmsprung im Mai 2010. Erste Prüfung. Bild: Adrenalin-Factory
Ein Tandem-Fallschirmsprung im Mai 2010. Erste Prüfung.
Bild: Adrenalin-Factory
Liebe Freunde meines Reiseblogs,

ich konnte Ihnen in der Vergangenheit viele magisch schöne Orte in Deutschland und Europa vorstellen. Heute möchte ich Sie magische Momente an magischen Orten miterleben lassen. Ich erreiche demnächst meinen 65. Geburtstag. Das ist im Leben eines Mannes ein Einschnitt. Wie der Schriftstellerarzt Dr. Dietrich Weller in einem Essay festgestellt hat, ist Rentner ein wunderschöner Beruf. Ich zitiere:

„Rentner ist der schönste Beruf, den es gibt! Nur die Ausbildungszeit ist so lang!“

Nun, es scheint, als hätte ich meine Ausbildungszeit bald abgeschlossen. Zwar bin ich seit mehr als zwanzig Jahren selbstständig und kann deswegen das Berufsende selbst bestimmen, aber natürlich ist das „Rentenalter“ trotzdem erreicht. Seit fünf Jahren bereite ich mich also auf das Ende meiner „Ausbildungszeit“ vor. Am Ende jeder Ausbildungszeit steht eine Prüfung. In diesem Falle heißt die Prüfungsaufgabe: „Bist Du bereit, in den neuen Beruf des Rentners einzutreten?“. Also habe ich mir überlegt, wie ich diese Frage beantworten kann. Ein erster Versuch fand im Mai 2010 statt. Ein Tandemsprung aus 4.000 Metern Höhe. Ich habe einen Kameramann beauftragt, das Spektakel zu filmen.

Erste Prüfung – der Sprung aus dem Flugzeug.



Lachen ist ein kleiner Ort in Rheinland Pfalz. Dort gibt es nicht viel zu sehen. Aber so klein und unbedeutend der Ort auch sein mag, immerhin gibt es einen Flugplatz, der von der Adrenalin-Factory als Basis für Tandemsprünge benutzt wird. Nach einigem Hin- und Her gab es dann endlich den Termin und es konnte losgehen. Aber sehen Sie selbst. Wem das „Vorgeplänkel zu lange dauert, der kann ab Minute 4.10 die eigentliche „Action“ betrachten.

So spürte ich mit knapp 60 Jahren das erste mal, was es bedeutet, eine rote Linie zu überschreiten. Bis dahin hatte ich mich noch nicht einmal getraut, vom 10 Meter Turm im Freibad zu springen. Es war ein, wie die heutige Jugend es ausdrücken würde, „geiles Gefühl“.

Aber wie es so ist, schnell hatte mich der Berufsalltag wieder im Griff und so dauerte es fünf Jahre, bis ich mich an die nächste Prüfung wagte. Diesmal war es ein „House Running“ vom Hochhaus des Leonberger Amber Hotels.

Die zweite Prüfung: House Running vom Amber Hotel



Ein Glück, das es Jochen Schweizer gibt. Der erfüllt solche Wünsche gerne.

Auch hier muss ich sagen, es war toll und ich hätte nie gedacht, dass solche Aktionen so viel Spaß bereiten. Inzwischen erklärten mich ein paar frühere Kollegen, die längst im gut bezahlten Ruhestand sind, für verrückt. Sie gehen im Senioren Club zum Skat spielen oder basteln. Ganz ehrlich, das ist dann wirklich „alt“, oder? Als ich das House Running hinter mich gebracht hatte, war mir klar, das alles reicht noch nicht. Ich musste mir selbst beweisen, dass es auch im „Rentenalter“ noch möglich ist, eine wirklich spektakuläre Aktion durchzuziehen. Mein Sohn David brachte mich dann auf die richtige Spur. Wer schon einmal über den Brenner nach Italien gefahren ist, kennt die Europabrücke in der Nähe von Innsbruck. Sie ist etwa 200 Meter hoch. Von einer Plattform in 192 Metern Höhe kann man einen Bungeesprung in die Tiefe wagen. Das ist wirklich etwas, was sich kaum einer traut. Ich habe es gewagt.

Die dritte Prüfung: ein Bungeesprung aus 192 Metern Höhe



In diesem Falle hat mir die Event-Agentur Maydays Hilfestellung gegeben.

Mit dieser dritten Prüfung habe ich mir selbst das Zertifikat ausgestellt:

Geeignet für den Berufsstand des Rentners!

Was ich als nächstes mache, weiß ich noch nicht. Es ist auch nicht wichtig. Es wird wieder etwas sein, das von mir verlangt, eine rote Linie zu überschreiten. Ich werde viel auf Reisen gehen, weiterhin dieses Blog mit „magisch schönen Orten“ füllen und ganz bestimmt noch viele wunderbare Erlebnisse haben.

Aber eines weiß ich gewiss:

Ich werde niemals einen Seniorenteller bestellen!

Ihr Rainer Andreas Seemann

4 Replies to “Magische Momente an magischen Orten.”

  1. Lieber Herr Seemann, das sind drei sehr überzeugende Leistungen gewesen, die viel Mut erfordern. Und ich bewundere Sie dafür! Ich traue mir keine einzige dieser Mutproben zu. – Sie stehen wahrlich als reifer Rentner mit voller Kraft im Leben. Herzlichen Gröückwunsch und mit den besten Wünschen für eine gesunden Zukunft! Ihr Dietrich Weller

  2. Lieber Rainer
    Wou, das sind Mutproben die ich nie in meinem Leben machen würde. Ich habe großen Respekt vor ihren Mut. Jetzt fehlt nur noch das beim nächsten Geburtstag sie in ein Relyauto mitfahren.
    Auf alle Fälle, mir würde schlecht bei den Aufgaben. Ich käme aus dem Schwindelgefühl nicht mehr raus. hahahhahaha
    Große Leistung.
    ihr kleines Hexlein