Naturschutzgebiet Pfaffenwald und Bärenschlössle.

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Naturschutzgebiet Pfaffenwald und Bärenschlössle.

Zwischen Stuttgart und Leonberg.

Der Paffensee im Naturschutzgebiet Pfaffenwald bei Stuttgart.
Der Paffensee im Naturschutzgebiet Pfaffenwald bei Stuttgart.

Liebe Freunde meines Reise- und Ausflugsblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

im Westen von Stuttgart, zwischen Stuttgart-West und Leonberg befindet sich ein großes Naturschutzgebiet, das vor allem von den Stuttgartern als Wander- und Erholungsgebiet genutzt wird – der Pfaffenwald. Die Stuttgarter kennen das Gebiet mehr unter den Namen „Bärensee oder Bärenschlössle“. Das ganze Waldgebiet ist in großen Teilen unter Naturschutz gestellt. Am schönsten ist es rund um die drei Seen, den Paffen-, Neuer- und Bärensee. Hier verbindet sich Naturschutz mit Naherholungsgebiet. Die Seen dienten früher der Trinkwasserversorgung von Stuttgart. Inzwischen ist die Baden-Württembergische Landeshauptstadt an die Bodenseewasserversorgung angeschlossen und die Seen spielen nur noch die Rolle der Trinkwasser Notreserve. Umso schöner ist es, rund um die Seen zu wandern. Unseren Vorschlag beschreibe ich wie folgt:

Das Forsthaus.
Das Forsthaus.
Parken Sie kurz nach dem Schattenring, wenn Sie in Richtung Leonberg/Büsnau/ADAC Übungsplatz abgebogen sind. Dort führt ein Weg direkt in den Pfaffenwald. Nach kurzer Zeit stoßen Sie auf ein Biotop auf der linken Seite. Dort biegen Sie rechts ab und gehen diesen Weg immer geradeaus, leicht bergauf bis Sie zum Forsthaus kommen. Dann biegen Sie links ab in die breite Allee und gehen diese bis an ihr Ende.
Das Rotwildgehege
Das Rotwildgehege
Unterwegs kommen Sie an einem Wildgehege vorbei. Dort können Sie Rotwild beobachten. Wenn Sie mögen, machen Sie einen kleinen Umweg und besichtigen Sie auch das in der Nähe liegende Schwarzwildgehege. Am Ende der Allee befindet sich die „Wildmeisterei“ in einem kleinen Gutshaus.
Achtung! Diese Drache beißt Jungfrauen!
Achtung! Diese Drache beißt Jungfrauen!
Achtung! In der Nähe haust ein Drache, der vor allem Jungfrauen beißen soll. Nehmen Sie sich also ggf. in Acht. Von dort aus geht es wieder links, leicht bergab, bis zum „Bärenschlössle“, das bewirtschaftet ist. Es gibt außer an den Weihnachtsfeiertagen keinen Ruhetag. Im Sommer ist bis 22 Uhr, im Winter bis 20 Uhr geöffnet. Es gibt lokale Spezialitäten und Vesper, sowie alle Arten von erfrischenden oder genussvollen Getränken. Im Sommer bietet sich der riesige Biergarten an (Selbstbedienung!).
Das Bärenschlössle
Das Bärenschlössle

Nach der Stärkung geht es hinab an den Bärensee, den Sie möglichst noch umrunden. Dann entweder rechts oder links direkt am Neuen See und dem Pfaffensee wieder in Richtung Ausgangspunkt. Beachten Sie auf dieser Wanderung die vielen alten Bäume, hauptsächlich Buchen und Eichen, die zum Teil schon mehr als 400 Jahre auf dem Buckel haben. Das Gebiet wurde einst angelegt von dem württembergischen Herzog Karl Eugen, der in der Bevölkerung wegen seiner Prunksucht wenig beliebt war. Das Bärenschlössle diente ihm als Jagd- und Lustschloss. Das Gebiet war in jener Zeit für die Bevölkerung nicht zugänglich. Das Schlössle wurde im Laufe der Geschichte mehrfach zerstört, zuletzt im zweiten Weltkrieg. In den 50er Jahren wurde es nach Originalplänen wieder aufgebaut und dient seither der Stuttgarter Bevölkerung als Ausflugslokal.

Eichen, die oftmals mehr als 400 Jahre alt sind.
Eichen, die oftmals mehr als 400 Jahre alt sind.

Herzöge und Könige gibt es in Württemberg nicht mehr, geblieben sind die Spuren, die sie hinterlassen haben und die heute der gesamten Bevölkerung zur Freude und Erholung dienen. Vielleicht macht Ihnen diese Diashow auch ein wenig Lust, diese Gegend zu erkunden.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim wandern im Pfaffenwald. Übrigens: Sie müssen sich nicht an meine vorgeschlagener Route (ca. 2,5 Stunden Gehzeit) halten. Es gibt überall Tafeln und Wegweiser, so dass Sie sich immer zurecht finden.

Ihr Rainer Andreas Seemann