Sierra Espuña – die Dritte.

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Sierra Espuña – die Dritte.

Der dritte Bericht über die wunderbare Wald- und Gebirgswelt.

Auch im Januar schon warm

Liebe Freunde meines Reiseblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

inzwischen sind wir ja ganz nach Spanien ausgewandert. Die Gegend rund um Murcia und die Costa Calida hatten es uns schon immer angetan. Daher gab es auch über den herrlichen Naturpark, die Sierra Espuña bereits zwei Berichte. Einen aus dem Monat Februar und einen aus dem Sommer.

Nun folgt ein dritter Bericht aus dem Januar 2018. Auch im Januar haben wir hier manchmal Temperaturen über 20 Grad Celsius.

Streng geschütztes Waldgebiet

So machten wir uns also auf. Von Aledo aus kann man direkt in den Naturpark fahren. Nach einigen Kilometern zweigt man rechts ab (es ist beschildert) und kommt nach weiteren zwei Kilometern an ein Gasthaus mit großem Parkplatz. Von dort aus gehen zwei Rundwege ab, die gekennzeichnet sind. Wir haben uns für den größeren entschieden, der herrliche Ausblicke auf die Wald- und Berglandschaft bietet.

Auf schmalen Pfaden

Eine ganze Weile geht man entlang des alten Aquäduktes auf schmalem Pfad. Bis hierher ist der Weg sehr gut beschildert. Man bleibt einfach immer auf dem Aquädukt. Dann macht der Weg einen steilen Knick nach rechts, den Berg hinauf. Ich schäme mich nicht, zuzugeben, dass wir uns ab da hoffnungslos verlaufen haben. Es ging immer höher hinauf. Herrliche Miradores (Aussichtspunkte) haben uns vergessen lassen, auf die Wegzeichen zu achten..

Tolle Ausblicke

Schließlich waren wir auf dem Gipfel. In der Annahme, auf der anderen Seite wieder runterzukommen, genossen wir die Aussicht. Dann der große Schreck. Wir fanden keine Wegezeichen mehr und unsere Versuche, einen Abstieg zu finden endeten immer an steilen Abgründen. Schließlich mussten wir aufgeben und Hilfe holen, denn auch die Sonne ging langsam unter. Die 112 hilft auch in solchen Fällen.

Sonnenuntergänge sind schön — aber nicht, wenn man auf einem Berg sitzt und auf Hilfe wartet.

Ich erspare mir an dieser Stelle die Beschreibung, wie unsere Rettung ablief. Nur so viel. Es waren beteiligt: die Guardia Civil, das Cruz roja und zwei Ranger der Forstverwaltung. Man hat uns auf steilen Pfaden bei stockfinsterer Nacht irgendwie hinunter gebracht. Was uns besonders gefreut hat: alle Beteiligten waren sehr besorgt, freundlich und keiner hat uns Vorwürfe gemacht. Man hatte Verständnis für unsere Lage und niemand hat unschöne Bemerkungen gemacht. Die Spanier sind halt unheimlich nette Leute.

Immerhin ein paar schöne Fotos vom Sonnenuntergang sind geblieben

Unser Tipp also, achten Sie unbedingt auf die Wegmarkierungen. Wenn Sie längere Zeit keine gefunden haben, kehren Sie unbedingt um bis zur letzten, die Sie noch gesehen haben. Die Sierra Espuñia ist ein riesiges, sehr dünn besiedeltes, Wald und Berggebiet. Da sollte man nicht so leichtsinnig sein, wie wir es waren.

Weg nicht verlieren!

Ich bin sicher, dass wir das Gebiet weiter erkunden werden — aber etwas vorsichtiger!

Liebe Grüße aus Condado de Alhama

Ihr Rainer Andreas Seemann