Andrew G. Berger — Der Sonnensturm.

Der Sonnensturm: SciFi-Roman.

Von Andrew G. Berger.

Cover

Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
ich bin immer sehr dankbar für Hinweise auf gute Bücher.
Der heutige Tipp stammt von der Autorin Heidelinde Penndorf, die mir ein ganz besonderes Buch aus dem Genre Science-Fiction empfohlen hat. Frau Penndorf schreibt dazu:
„ich möchte Ihnen heute ein Buch zur Weiterempfehlung ans Herz legen.
Ich habe es gelesen und rezensiert.
Wenn Sie meine Rezension gelesen haben, dann werden Sie sicher mit einem AHA-Erlebnis mir beistimmen, dass dieses Buch gelesen werden sollte.
Es ist zwar als Jugendbuch ab 12 deklariert, doch die Szenen im Buch sind für dieses Alter zu stark. Es ist ein Buch für erwachte Erwachsene jeden Alters.“
Diese Empfehlung gebe ich natürlich sehr gerne weiter. Wie bei so vielen Sci-Fi Romanen ist man nicht so ganz sicher, ob nicht doch etwas ähnliches in der Zukunft passieren könnte. Auch die Bücher von Jules Verne und George Orwell waren einst, als sie geschrieben wurden, Science-Fiction und doch ist so viel davon wahr geworden. Deswegen beschleicht mich bei der Lektüre des Sonnensturms ein ungutes Gefühl. Wer sich mit dem Thema „künstliche Intelligenz“ befasst und vielleicht auch darüber nachdenkt, wie abhängig wir schon heute von Computern und vom Internet sind, der wird ahnen, dass das Buch eine durchaus mögliche Entwicklung darstellt.
Aber nicht nur die künstliche Intelligenz, sondern auch das Streben nach „ewiger Gesundheit“ und einem Leben ohne Krankheiten scheint für viele Zeitgenossen durchaus ein Traum zu sein. Was nach Paradies klingt, wird im Roman zur Hölle.
Entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, sonst im nächsten Abschnitt den Klappentext zu veröffentlichen, stelle ich Ihnen heute die komplette, ungekürzte Rezension von Fau Penndorf vor.
Liebe Frau Penndorf, ich bedanke mich sehr für diesen Buchtipp und die Genehmigung, Ihre Rezension zu übernehmen.

 

Rezension von Frau Penndorf.

Der SF-Roman mit über fünfhundert Seiten ist eine Wucht – intensiv, faszinierend, bildgewaltig geschrieben, interessant, sehr spannend, emotional packend und vielschichtig. Zu 80 % dystopisch, doch mit einem Ende, welches Hoffnung gibt. Die Charaktere sind zum Teil sehr komplex, lernend und sich weiterentwickelnd. Es ist ein Roman, der unter die Haut geht, der beunruhigt, den man nicht vergessen kann. Ein Roman, der aufzeigt, wohin Fanatismus, krankhafter Ehrgeiz, missbrauchte Wissenschaft, zu viel Macht in einzelnen Händen und der KI vertrauend, führen kann, wenn Empathie und Liebe außen vor bleiben. Das Beste für die Menschheit gewollt und verblendet in den Abgrund geführt.

Wer meine vielen Buch-Rezensionen kennt, weiß, dass ich kaum spoilere, doch hier war es für mich mehr oder weniger ein MUSS, weil das Buch einfach atemberaubend ist, und ich viele Leserinnen und Leser dafür gewinnen möchte, es zu lesen. Einzelheiten der Handlung verrate ich Ihnen jedoch nicht! In manchen Teilen ist es gar nicht weit entfernt von der Realität. Die Handlung macht nachdenklich und wirft unter anderem die Fragen auf, wie wir alle in Zukunft leben werden/wollen. Und wie nah können wir künstliche Intelligenz in unser Leben lassen.

Es gibt im Jahr 2051 zwei Lebenswelten auf der Erde – eine naturnahe autarke und eine von KI und von wenig Menschen gesteuerte sterile Welt. Eine Welt, ohne Tiere, Pflanzen, ohne jegliche Krankheitskeime, Bakterien und Viren – geschaffen, um die Menschen vor Seuchen zu schützen.

Beide Lebenswelten haben keinen Kontakt zueinander.

In der sterilen Lebenswelt leben Kinder ab dem sechsten bis zum achtzehnten Lebensjahr komplett isoliert, jeder und jede für sich, ohne Bezugspersonen. Sie sehen sich, lernen und spielen nur virtuell miteinander. Sogar das Essen wird durch die Künstliche Intelligenz serviert, auch die Medikamente, die ihr Emotionslevel gen Null fährt.

Doch plötzlich ist alles anders, nichts funktioniert mehr und ein grausames Chaos bricht aus. Die Kinder und jungen und älteren Erwachsenen haben nie gelernt, für sich selbst zu sorgen. Ihre psychische Widerstandskraft ist der Situation nicht gewachsen, ihre ungestillten Bedürfnisse führen zu ziemlich starken negativen Emotionen und unmenschlichen Verhaltensweisen, sie benehmen sich zum Teil wie Tiere – ›Fressen oder gefressen werden‹. Da in der KI-Lebenswelt alle absolut keimfrei und steril gelebt haben, ist ein Immunsystem praktisch nicht vorhanden, was sich jetzt rächt, denn viele werden schwer krank, weil sie plötzlich der ›normalen‹ Welt ausgesetzt sind.

Ein junges Mädel und eine kleine Gruppe um sie, aber ist anders. Sie suchen den Kontakt zu der anderen Lebenswelt und es kommt zu zwischenmenschlichen Begegnungen positiver und auch negativer Art. Beide Gruppen lernen voneinander, auch neu zu überleben, sich zu vertrauen, Beziehungen aufzubauen und füreinander einzustehen.

Doch die artifizielle Intelligenz hat sich repariert, sich weiterentwickelt und sieht sich als alleiniger Herrscher über die Menschheit, versucht allen Widerstand zu brechen und die Menschen aus beiden Welten als Arbeitssklaven für den Neuaufbau der sterilen Welt zu unterjochen. Ob das der künstlichen Intelligenz gelingt, lesen sie am besten selbst.

Eines kann ich ihnen verraten, da ist viel Action, auf jeder Seite des Buchs passiert etwas, es ist ein Film in Buchformat, eines, das sich lohnt, zu lesen.

Chapeau, Andrew G. Berger!

Das Buch hat meine absolute Leseempfehlung!

Heidelinde Penndorf

(Juli 2022)

Über den Autor

Quelle: AMAZON Autorenseite.

Bild: AMAZON Autorenseite

Ich wohne und arbeite in Berlin, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ich lese und schreibe schon immer gerne. „Der Sonnensturm“ ist aber mein erster langer Roman.

Es ist eine Science-Fiction-Story und gehört damit zu einem Genre, das mich seit langem fasziniert. Zudem ist es eine Abenteuergeschichte und lotet aus, wie Menschen sich in Extremsituationen verhalten könnten. Auch dieses Thema hat mich auch als Leser schon immer sehr interessiert.

Unsere Welt wird immer digitaler und wir scheinen alle davon auszugehen, dass dies immer so weitergeht. Was aber, wenn nicht? Das war die Ausgangsfrage, die am Anfang der Entwicklung des Romans stand. Darin löst ein verheerender Sonnensturm eine weltweite Katastrophe aus, und der Roman erzählt, wie die Menschen und die künstlichen Intelligenzen darauf reagieren.

Soweit der Autor. Das Buch ist als E-Book und Taschenbuch unter anderem bei AMAZON erhältlich. Folgen Sie bitte diesem Link auf die Verkaufsseite.

Wie immer an dieser Stelle, wünsche ich Ihnen viel Lesespaß, gewürzt mit einer erheblichen Brise Spannung.

Liebe Grüße aus Camposol

Ihr Rainer Andreas Seemann

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