Sheldon S. Wolin Umgekehrter Totalismus.

Umgekehrter Totalitarismus: Faktische Machtverhältnisse und ihre zerstörerischen Auswirkungen auf unsere Demokratie. Mit einer Einführung von Rainer Mausfeld.

Von von Sheldon S. Wolin (Autor), Rainer Mausfeld (Vorwort), Julien Karim Akerma (Übersetzer).
Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
Im Februar 2022 erschien das Hauptwerk des Autors in einer Neuauflage und hervorragenden Übersetzung aus dem Englischen bei Westend. Ich halte dieses Buch für eines der wichtigsten Politik Bücher, da es leicht verständlich die Mechanismen der Politik erklärt, die unweigerlich in Diktatur, Totalismus und Unfreiheit enden. Wir konnten es in den letzten Jahren erleben, wie unsere Demokratie Stück für Stück beseitigt und das Wahlvolk zum bloßen Stimmvieh degradiert wurde. Wir erlebten, wie durch einfachste Gesetze unsere Grundrechte ausgehebelt, beseitigt und/oder verwässert wurden.
Unsere Demokratie besteht nur noch aus so genannten „Freien Wahlen“, in denen wir, der Souverän, ein paar Kreuze machen dürfen um damit Parteien und Menschen zu wählen, die nach der Wahl das Gegenteil von dem machen, was sie vor der Wahl versprochen haben. Unsere Bundestagsabgeordneten sind schon seit langer Zeit nicht mehr ihrem Gewissen verpflichtet, sondern unterliegen einem Fraktionszwang, der bei einem eventuellen „ausscheren“ zu gnadenlosen Bestrafungen führt. Wer will schon auf 10.000 Euro Gehalt und 4.000 Euro steuerfreie Kostenpauschale verzichten? Also tut man das, was die Parteiführung sagt, die wiederum das vertritt, was von Lobbyisten aus aller Welt vorgegeben wird. Die Frage, für wen diese Lobbyisten arbeiten darf man ja wohl stellen, oder?
Chris Hedges, Träger des Pulitzer-Preises für seine Berichterstattung über den weltweiten Terrorismus sowie des Amnesty International Global Award für Menschenrechtsjournalismus sagt zu diesem Buch:
„Sheldon Wolin ist unser bedeutendster politischer Gegenwartstheoretiker: Er gab uns ein zeitgemäßes Vokabular an die Hand, mit dem unsere zerfallene Demokratie und die verderblichen Auswirkungen des Imperiums analysiert werden können. Er war ein Gelehrter, der Orthodoxien verabscheute, dessen Demokratieverständnis im antiken Konzept des athenischen demos gründete und der wie Max Weber glaubte, dass Politik eine Berufung sei.“

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Rainer Mausfeld — Angst und Macht.

Angst und Macht: Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien.

Von Rainer Mausfeld.

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Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
das Buch, das ich heute bespreche ist bereits im Juli 2019 erschienen. Aber richtig aktuell und mehr als lesenswert wurde es in meinen Augen erst jetzt. Es ist hochaktuell und wer es bislang noch nicht gelesen hat, sollte es jetzt tun. Macht und Angst gehören untrennbar zusammen. Das haben uns mehr als zwei Jahre Pandemie und nun erst recht der Ukraine-Krieg bewiesen. Wer Macht haben will, muss Angst erzeugen. Wer Angst hat, kann nicht mehr klar denken, wer nicht mehr klar denken kann, bemerkt nicht, wie er zu einem willenlosen Werkzeug der Mächtigen wird.
Angst vor dem Tod durch ein Virus, Angst vor einem Krieg, der plötzlich auch uns betrifft, ja sogar Angst vor einem dritten Weltkrieg, das sind Ängste, die derzeit das klare Denken in unserer Gesellschaft verhindern. Das spielt den Mächtigen dieser Welt (und damit meine ich nicht die Politiker, die nur Marionetten in den Händen der wirklich Mächtigen sind) in die Hände. Im Schatten dieser Ängste werden immer mehr Grund- und Menschenrechte beschnitten und große Teile der Bevölkerung merken noch nicht einmal, wie sie sich freiwillig in Unfreiheit begeben.
Es ist ein Buch, das aufrütteln soll. Der Autor hat mit seinem Bestseller „Das Schweigen der Lämmer“ einen Grundstein zum Umdenken gelegt. Dieses Buch baut darauf auf.
Wer das Buch gelesen hat, wird leicht erkennen, wie durchschaubar diese erzeugten Ängste sind, die wie Nebelkerzen auf das klare Denken wirken. Deswegen sollte es jeder lesen.
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Thilo Sarrazin — Wunschdenken.

Wunschdenken: Warum Politik so häufig scheitert.

Von Thilo Sarrazin.

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Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
Thilo Sarrazin, das ungeliebte ehemalige SPD-Mitglied, legt mit diesem Buch, das im Januar 2022 neu bei Langen-Müller erschien, wieder einmal den Finger in eine offene Wunde. Er, der so oft die Wahrheit sagte, wurde gerne von unserer inzwischen stark links/grün geprägten Gesellschaft als NAZI verunglimpft. Dabei vertrat er eigentlich nur Thesen, die noch vor 20 oder 30 Jahren auch ins Parteiprogramm der SPD gepasst hätten. Zu Zeiten also, als die SPD noch nicht von sozialistischen Träumereien verstrahlt war, sondern vehement die Interessen der deutschen Arbeiter, Handwerker und kleinen Selbstständigen vertrat. So eine Partei gibt es heute leider nicht mehr. Kurt Schumacher, Friedrich Ebert, Willy Brandt, Annemarie Renger und viele andere SPD-Größen der Vergangenheit, würden sich heute für die einst so stolze Arbeiterpartei schämen. Ich bin sicher, dass sie sich mit Grauen abwenden, wenn sie von „da oben“ auf den kläglichen Rest sehen, der noch von ihrer einst so wunderbaren, stolzen Partei übriggeblieben ist. Herrn Sarrazin hat man ja auch im Jahre 2020 „entsorgt“, weil er angeblich nicht mehr in die SPD passte. Ja, ich weiß, die Partei befindet sich derzeit in einem kleinen, kläglichen Zwischenhoch. Aber das passiert doch nur, weil die anderen noch schlechter sind.
Wie auch immer, das neu aufgelegte Buch von Thilo Sarrazin ist mehr als lesenswert. Ganz besonders auch für die (Noch-) SPD Mitglieder, in denen ein Rest von alter Größe schlummert, aber auch für alle anderen Politikinteressierten, die inzwischen gemerkt haben, wie kläglich die derzeit Regierenden agieren und unser Land an die Wand fahren. Es ist eines dieser Bücher, die auf einfache, verständliche Weise zeigen, warum unsere Politikerinnen und Politiker auf ganzer Linie versagen und nichts Vernünftiges zustande bringen.

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Dirk Otto — Neu codiert.

Neu codiert: Ein Schießbefehl verändert den Lebensweg nachhaltig.

Von Dirk Otto.

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Liebe Freunde meines Autorenblogs, liebe interessierte Leserinnen und Leser,
ich halte das Buch, das ich Ihnen heute vorstelle, für sehr lesenswert, und das aus zwei Gründen. Erstens sollten wir nicht vergessen, dass Deutschland bis 1989 aus zwei Staaten bestand von denen einer seine Bürger in unglaublicher Weise überwachte und im eigenen Land einsperrte.
Zweitens müssen wir sehr aufpassen, dass uns nun im wiedervereinigten Deutschland nicht schon bald diese Überwachung, Zensur und das Denunziantentum, das die DDR zur Perfektion ausgebaut hatte, droht. Es wurde und wird während der Corona-Krise mehr als deutlich, wie unsere Regierungen in Bund und Ländern mit einfachen Gesetzen unsere Grundrechte aushebeln können. Vielleicht kommt ja nach dem Corona- der Klima-Notstand, der dann vorgeschoben wird um uns noch mehr zu drangsalieren und in unserer Bewegungsfreiheit einzuschränken.
Eines der besten Bücher des 20. Jahrhunderts war „1984“ von Georg Orwell. Wie weit sind wir in dem dort beschriebenen Prozess bereits fortgeschritten — oder haben wir Orwells Visionen sogar schon längst übertroffen?
Der Autor Dirk Otto beschreibt in diesem Buch sehr anschauungsreich sein Leben in der DDR als linientreuer Staatsbürger. Dann kommt der Moment, in dem er von einer Minute zur anderen plötzlich erkennt, wie perfide die DDR Staatsregierung gegen das eigene Volk vorgeht und dass die Mächtigen aus dem Politbüro bereit sind, auch mit Waffengewalt Ihren Unrechtsstaat gegen das eigene Volk zu verteidigen. Es ist ein erschütternder Bericht.
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Gabriele Krone-Schmalz — Eiszeit.

Eiszeit: Wie Russland dämonisiert wird und warum das so gefährlich ist.

Von Gabriele Krone-Schmalz.

Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
man kommt derzeit um das Thema Ukraine nicht herum. Täglich, stündlich, ja fast im Minutentakt, werden wir von unseren Politikern und den regierungstreuen Medien mit Vorwürfen gegen Russland und den russischen Präsidenten Putin geradezu bombardiert. Um Missverständnissen gleich vorzubeugen: Auch ich verurteile den Krieg in der Ukraine, unter dem wieder einmal hauptsächlich die Bevölkerung leidet, die nicht mehr will, als in Ruhe ihr Leben zu leben. Auch ich verurteile den Einmarsch russischer Truppen in das Nachbarland.
Aber jetzt einfach auf Russland und seinen Präsidenten einzuprügeln hilft erst einmal gar nicht und vor allem greift es viel zu kurz. An diesem Krieg trägt der Westen, allen voran die EU und die NATO genau so viel Schuld wie Putin. Nicht Putin hat sein Reich in den Jahren nach dem Fall des eisernen Vorhangs nach Westen ausgedehnt — es war genau umgekehrt. Es waren die EU und die NATO, die immer weiter an die russischen Grenzen herangerückt sind. Warnungen von Politikerinnen und Politikern mit Weitsicht wurden ignoriert. EU und NATO haben mehrfach sogenannte „rote Linien“ überschritten und damit selbst eigene Versprechen und Garantien gebrochen, die man Russland vor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands gegeben hat. Jedem Menschen, der sich noch ein wenig kritischen Verstand bewahrt hat, musste klar sein, dass es eine Grenze gibt, in der Russland selbst sich durch den Westen und vor allem durch seine Scharfmacher in den USA bedroht fühlt. Die Versprechen, die man der Ukraine von westlicher Seite aus gegeben hat, nämlich die mittelfristige Aufnahme in die EU und möglicherweise auch in die NATO, waren die Tropfen, die das Fass zu Überlaufen brachten.
Und wer profitiert vom Krieg in der Ukraine? Es sind doch vor allem westliche Rüstungskonzerne, hinter denen die gleichen Multi-Milliardäre stehen, die schon mit und während der Corona-Krise Ihre Vermögen laut Forbes-Liste mehr als verdoppelt haben. Und nun dürfen Sie wieder Raketen, Bomben und Panzer verkaufen. Deutschland will seine Rüstungsausgaben dauerhaft erhöhen und stellt mal eben 100 Milliarden Euro aus dem ohnehin tief verschuldeten Staatshaushalt zur Verfügung um die Bundeswehr aufzurüsten. Und wer leidet unter diesen Wahnsinnsausgaben? Wieder sind es die „einfachen Leute“, denen man immer mehr Steuern und Abgaben aufbürdet.
Gabriele Krone-Schmalz hat mit ihrem im Januar 2018 erschienenen Buch „Eiszeit“ genau diese Entwicklung vorausgesehen. Aber wie immer hört man ja lieber auf die Scharfmacher. Und die Grünen, die einst als Friedens- und Umweltpartei gegründet wurden, sind heute die schlimmsten Kriegstreiber, die man sich vorstellen kann. Und was würde Willy Brandt wohl heute sagen, wenn er sehen könnte, wie seine wunderbare Ostpolitik, die zu Frieden und Freiheit in Europa geführt hat, von seiner SPD wieder zunichte gemacht wird?
Ja, der Krieg in der Ukraine ist fürchterlich, grausam und muss verurteilt werden. Aber bitte auf alle einprügeln, die ihn verursacht haben und nicht nur auf den einen Mann, der ihn begonnen hat, sondern auch und vor allem auf die, die ihn dazu gebracht haben. Und die sitzen ausschließlich im Westen. Und wenn Deutschland heute wieder Waffen an Kriegsparteien liefert, dann kann ich mich dafür nur schämen. Wer wirklich meint, dass man Frieden mit Waffengewalt erreicht, der hat gar nichts aus der Geschichte gelernt.
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