Dr. Grubers versunkene Welt.


Dr. Grubers versunkene Welt.

Rudolf W. Dellmour.

Cover

Liebe Leserinnen und Leser,

Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie dieses. An einigen Stellen hat mich der Stil an Kafka erinnert, dann wieder an Edgar Allan Poe. Verrückt, mögen Sie vielleicht denken, den unterschiedlicher können die Stile eigentlich gar nicht sein. Und doch…

Poe versteht es wie kein anderer, banale Dinge oder Personen, ja selbst Gesichter über viele Seiten hinweg zu beschreiben und dabei die Spannung immer weiter aufzubauen. So ähnlich empfand ich es an vielen Stellen, wenn „Dr. Gruber“ die Ergebnisse seiner Forschungen beschreibt. Die (lange Zeit im dunklen liegenden) Geheimnisse des Schlosses wiederum erinnerten mich an Kafka, der in seinem Roman „der Prozess“ ähnliche Stilmittel anwendet. Ich habe das Buch immer nur ungern aus der Hand gelegt, wenn ich (aus welchen Gründen auch immer) nicht weiterlesen konnte.

Ob es eine breite Leserschaft findet, wage ich nicht zu beurteilen. Wer aber an wirklich guter Literatur Interesse hat, wird dieses Buch lieben. Es ist wissenschaftliches Werk, Krimi, Roman und Erzählung zugleich und auf jeder Seite interessant und spannend. Man hätte sich ein glücklicheres Ende gewünscht, weil einem der Dr. Gruber letztlich mit all seiner Skurrilität ans Herz gewachsen ist. Das hätte der Geschichte aber geschadet, denn dann wäre es eben „nur“ ein Roman gewesen. So aber ist es ein Buch, das den Leser erschüttert über die menschlichen Abgründe zurücklässt, denn letztlich waren die „braven“ Dorfbewohner genauso menschlich verdorbene Wesen, wie die Meierhofbewohner, deren Rolle sich erst gegen Ende der Geschichte erschließt.

Kurzbeschreibung/Inhaltsangabe



In den Fünfzigerjahren des 20. Jahrhunderts taucht Doktor Gruber, ein etwas skurriler Wissenschaftler, an einem Spätsommertag in einem verschlafenen Dorf im Waldviertel auf. Im Wirtshaus erfährt er zufällig von einem Schloss, in dem seltsame Dinge vor sich gehen. Da Gruber von überaus neugieriger Natur ist, und anscheinend sonst nichts zu tun hat, beginnt er diesen Geschichten nachzuspüren und in der Folge seine Nase in jedermanns Angelegenheiten zu stecken. Das Herumschnüffeln allerdings bringt ihm bei der Landbevölkerung wenig Sympathie ein, großes Misstrauen schlägt ihm entgegen. Besitzer des geheimnisumwitterten Schlosses ist der pensionierte k. u. k. General Alfred von Waldstätten, der in seinem Schloss mit Verwalter und Dienerschaft ein Leben nach eigenen Regeln in einem scheinbaren Paralleluniversum führt. Das Schloss samt seinen Bewohnern und soziologischem Umfeld wird Grubers Forschungsprojekt, indem er seine bewährte Methodik der „Kategorien“ anwendet. Der Forscher bezieht zunächst eine Wohnung im Dorf und beginnt mit dem Vermessen von Schatten und der Katalogisierung von Käfern und Pflanzen. Doch das wahre Ziel seines Interesses gilt dem Schloss und seinem Besitzer. Nachdem er die Freundschaft des Generals gewinnt und dubiosen Vorgängen auf die Spur kommt, verschwindet er auf mysteriöse Weise …

Über den Autor

Bild: privat

Der Autor schreibt über sich selbst auf seiner AMAZON Autorenseite:

Das Aufwachsen in einer fantastischen Landschaft zwischen Voralpen und Böhmischer Masse in Niederösterreich, definierte bereits von frühester Jugend an meine Interessen an Natur, Ökologie, Menschen und Soziologie. Diese Neigungen führten mich später an die Universität Wien, wo ich Naturwissenschaften, Völkerkunde sowie Ur- und Frühgeschichte studierte.
Bevor aber dieses wundervolle Zeitalter anbrach, fuhrwerkte ich drei Jahre mit mäßigem Interesse als untergewichtiger Lehrling am Bau herum, und fiel zur allgemeinen Belustigung mehrmals mit der vollbeladenen Scheibtruhe (in Deutschland entspricht das der „Schubkarre“) von diversen Baustellenpfosten, auf denen ich akrobatische Leistungen vollbringen sollte.
Nach meinem Grundwehrdienst ging mir schlagartig der sogenannte „Knopf“ auf und ich setzte mich, sehr zum Schock meiner Eltern, in die österreichische Hauptstadt ab. Dort musste ich zunächst all das an Bildung nachholen, was ich in neun Jahren Grundschule verschlafen hatte. Das Universitätsstudium danach war im Vergleich zur Matura eher ein Sonntagsausflug. So schön das Studentenleben auch war, irgendwann war Schluss damit und so beendete ich meine Studienjahre mit der Promotion in Geologie und Paläontologie.
Erste Projekte, finanziert von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG), führten mich in den Himalaya und spätere Reisen im Zuge meiner beruflichen Tätigkeit als Geologe im Erdölbusiness, zu oft jahrelangen Aufenthalten in exotischen Ländern wie Pakistan, Jemen, Kurdistan, Iran, Albanien und vielen anderen.
Mein Interesse an Geschichte führte mich zu interessanten Forschungsprojekten und archäologischen Grabungen. Die Neugierde hatte mich bereits in meiner Kindheit auf die umliegenden Felder meiner Heimat getrieben, wo ich prähistorische Keramik-Fragmente und Steinwerkzeuge aufsammelte, sehr zum Kopfschütteln der Landwirte, die damals solche Artefakte noch auf die Lesesteinhaufen am Feldrand warfen.
Als Student wohnte ich ein paar Jahre mit meiner Freundin in einem heruntergekommenen Schloss, von wo aus wir täglich, auf einem stundenlangen Anreiseweg, die Uni in Wien besuchten. Aus den Erfahrungen und Entdeckungen („Die verschollene Bibliothek“ z. B.) dieser Zeit entstanden zwanzig Jahre später, in einer sehr einsamen, aber unglaublich bunten Phase meines Lebens, die ersten Fragmente zu diesem Roman.
Derzeit lebe ich in Norwegen und arbeite für einen internationalen Ölkonzern als Geologe. Mit von der Partie ist Dolma, eine fünfjährige Hündin, die sich als Welpe unter mein Auto im Jemen verkrochen hatte.

Das Buch ist in erhältlich als E-Book und als Taschenbuch in gedruckter Version. Sie können es direkt über diesen Link bei AMAZON bestellen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

Ihr Rainer Andreas Seemann


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