Joerg Hartwein — Hochschullehrer im Kaiserreich.

Hochschullehrer im Kaiserreich: Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte.

von Joerg Hartwein..

Cover

Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
es ist eine Premiere für unseren kleinen Verlag. Das erste rein wissenschaftliche Werk konnte von uns herausgegeben werden. Wie immer, wenn man Neuland betritt, ist es zunächst schwierig, sich zurechtzufinden. So war es auch in diesem Falle. Es ist eben ein großer Unterschied, ob man Belletristik oder ein wissenschaftliches Werk zu bearbeiten hat. Dank der hervorragenden und außergewöhnlich freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Autor und seiner Ehefrau ist es uns gemeinsam gelungen, das Buch professionell zu gestalten, wie man es von einem Buch dieses Genres erwarten darf. Mir hat es Spaß gemacht, zumal der Inhalt auch durchaus für Nichtakademiker interessant und spannend sein kann. Es ist ein Blick zurück in eine längst vergangene Zeit an den Universitäten, die aber durchaus mit großen Erfolgen glänzen konnte. Dies ist an zahlreichen Nobelpreisen in den Naturwissenschaften, die in den ersten Dezennien des 20. Jahrhunderts an Wissenschaftler aus dem Deutschen Reich gingen, abzulesen.
Im nächsten Abschnitt können Sie das ungekürzte Vorwort zum Buch lesen, das Ihnen einen genauen Blick auf den Inhalt erlaubt.

Inhaltsangabe/Vorwort.



Die in dieser Ausgabe vorliegende Zusammenstellung von Aufsätzen zur Wissenschaftsgeschichte ist das Resultat einer mehr als dreißig Jahre andauernden eingehenden Beschäftigung mit Fragen, die mit vor allem der medizinischen Forschung und Lehre um Zeit der vorletzten Jahrhundertwende in Beziehung stehen.
Die wilhelminische Epoche zeichnet sich durch eine eigenartige Diskrepanz zwischen politischem Beharrungsvermögen auf im Zuge wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen obsolet gewordenen Positionen, die nicht wesentlich über einen aufgeklärten Absolutismus hinauszeigen einerseits und eine fulminante Fortschrittlichkeit auf industriellem und wissenschaftlichem Gebiet andrerseits aus.
In einem Aufsatz zur Wissenschaftspolitik des Kaiserreiches werden die Veränderungen, die mit der Auflösung der neuhumanistischen Humboldt´schen Universität hin zu effektiver staatlich beeinflusster Forschungsförderung verbunden sind, aufgezeigt. Diese Maßnahmen, in deren Zentrum der Verwaltungsbeamte im preußischen Kultusministerium, Friedrich Althoff, stand, resultierten unter anderem in zahlreichen Nobelpreisen in den Naturwissenschaften, die in den ersten Dezennien des 20. Jahrhunderts an Wissenschaftler aus dem Deutschen Reich gingen.
Eine Quellenstudie, vorgenommen an Autobiographien und Selbstzeugnissen medizinischer Hochschullehrer, kompiliert die Wahrnehmung der häufig als allmächtig wahrgenommenen Figur Althoffs, der in der Karriere aller Professoren, die zwischen 1882 und 1907 in Preußen eine Berufung erfuhren, eine entscheidende Rolle spielte, durch diese Professoren.
Ein weiterer Aufsatz beschäftigt sich mit der Karriere von Hochschullehrern in dieser Zeit; die Wertigkeit der einzelnen Universitäten war durchaus eine unterschiedliche, so dass eine deutliche Wanderungsbewegung sich bei fast allen Fakultäten nachweisen lässt – das Bekleiden mehrere Lehrstühle war die Norm. Auch wird eine Analyse der sozialen Herkunft von Hochschullehrern vorgenommen. Hierbei ist eine sehr hohe Selbstrekrutierungsrate aus klassischen bildungsbürgerlichen Berufen festzustellen.
Der vierte Beitrag in diesem Band schildert als biographische Skizze den alles andere als gradlinig verlaufenden Werdegang eines bedeutenden Hochschullehrers dieser Epoche, Otto Körner, der es, ohne die für eine akademische Karriere normalerweise erforderliche Habilitation aufzuweisen, zum ersten Ordinarius des Faches Hals-Nasen-Ohrenheilkunde brachte, nachdem er zwei Jahre zuvor die erste Klinik in Deutschland, unter deren Dach diese drei Teilfächer vereinigt waren, beziehen konnte.

Über den Autor

Joerg Hartwein, Jg. 1955, Prof. Dr. med.
Studium der Humanmedizin und Geschichte in Frankfurt/M., Ulm, Heidelberg und Hagen (FU). Ausbildung zum HNO-Arzt. Als solcher mehr als 25 Jahre in leitender Funktion tätig.
Er veröffentlicht im Ruhestand unter Pseudonym Gesellschaftsromane und Kurzgeschichten. Die jahrzehntelange Beschäftigung mit wissenschaftsgeschichtlichen Themen führte zur hier vorliegenden Sammlung von Aufsätzen.

Das Buch ist in drei Varianten, als E-Book, Taschenbuch und in gebundener Form, bei AMAZON erhältlich. Bitte folgen Sie diesem Link.

Bleibt noch, den interessierten Leserinnen und Lesern viel Lesespaß zu wünschen. Das Buch wird Ihnen tiefe Einblicke in die Universitäten und Professoren der Kaiserzeit geben.

Es grüßt Sie wie immer aus dem sonnigen Camposol

Ihr Rainer Andreas Seemann

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