Joseph Roth — Romane und Erzählungen.

Romane und Erzählungen.

Von Joseph Roth.

Cover

Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe interessierte Leserinnen und Leser,
normalerweise stelle ich in diesem Blog Neuerscheinungen vor, oder zumindest Bücher, die noch nicht allzu lange auf dem Markt sind. Heute ist mal wieder ein „Klassiker“ dran, ein Buch von einem der widersprüchlichsten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts — Joseph Roth. Bereits im September 2011 erschien im Dörfler Verlag ein wunderbares Buch, das das zentrale Werk des Autors auf über 1.000 Seiten zusammenfasst. Ich wurde auf diesen außergewöhnlichen Menschen durch eine Sendung im Dritten Programm des SWR aufmerksam als ein Verwandter uns in einem Interview Einblicke in das Leben von Joseph Roth gab.
Joseph Roth war bekennender Ostjude mit Hang zum Katholizismus, Pazifist und Kriegsfreiwilliger, Sozialist und Anhänger der untergegangenen Monarchie der Habsburger. Ich glaube, mehr Widerspruch geht nicht. Vielleicht gerade deswegen sind seine Romane und Erzählungen wert, gelesen zu werden.
Einige Rezensenten beklagen sich über die kleine Schrift, die der Verlag verwendet hat. Vielleicht wäre es besser gewesen, das Werk auf zwei Bände aufzuteilen und eine größere Schrift zu verwenden um das Lesen zu erleichtern. Mag sein. Aber der der Verlag hat wohl mehr darauf geachtet, das Buch zu einem unschlagbaren Preis herauszugeben, was wohl der Furcht geschuldet war, dass es sonst niemand kauft.
Wie auch immer — es ist nicht unmöglich, das Buch zu lesen.
Was den Inhalt angeht, so bin ich sicher, dass es für Leser jeden Alters und Geschmacks etwas passendes in diesem Buch gibt.
Im nächsten Abschnitt erfahren Sie noch ein wenig mehr über den Inhalt und auch über den Autor persönlich.

Inhaltsangabe/Klappentext.

Joseph Roth (2.9.1894-27.5.1939).

Seine Erzählungen und Romane sind meist angesiedelt in der vergangenen Welt der k. u. k. Monarchie mit ihrem Völker- und Sprachengemisch, ihren verschiedenen Traditionen und Temperamenten. Roth erzählt von den Schwachen und Hilflosen, vom Leben der Ostjuden, von Offiziers- und Beamtenfamilien. Die vorliegende Gesamtausgabe versammelt auf 1179 Seiten das zentrale erzählerische Werk Joseph Roths in chronologischer Reihenfolge: die Romane „Das Spinnennetz“, „Hotel Savoy“, „Die Rebellion“, „Hiob“, „Radetzkymarsch“, „Tarabas“, „Beichte eines Mörders“, „Das falsche Gewicht“, „Die Kapuzinergruft“, den Essay „Juden auf Wanderschaft“ sowie die Novellen und Erzählungen „Stationschef Fallmerayer“, „Der Leviathan“, „Die Legende vom heiligen Trinker“ und vieles mehr.

Über den Autor.

Quelle: Wikipedia.

Bild: Wikipedia

Moses Joseph Roth (* 2. September 1894 in Brody, Ostgalizien, Österreich-Ungarn; † 27. Mai 1939 in Paris) war ein österreichischer Schriftsteller und Journalist.

Roth stammte aus einem bürgerlichen Elternhaus galizischer Juden. Während seines Studiums der Germanistik an der Universität Lemberg und später Wien verfasste er seine ersten literarischen Arbeiten. Zum Ende seiner Militärzeit wandte sich Roth, der am Ersten Weltkrieg als Soldat teilnahm, dem Journalismus zu. 1923 erreichte er eine Anstellung bei der Frankfurter Zeitung. In der Wiener Arbeiter-Zeitung debütierte er mit dem Feuilletonroman Das Spinnennetz. Es folgten Zeitromane wie das Hotel Savoy und Die Rebellion. Die ironisch-distanziert erzählten Tatsachenberichte warfen ein skeptisches Licht auf die Nachkriegszeit.

1930 erschien der Roman Hiob, der Roths zweite Schaffensphase einläuten sollte. Im Gegensatz zu den früheren Romanen, die sich durch einen klaren wie zugänglichen Stil auszeichnen, stehen sich fortan die kräftige Bildlichkeit des Alten Testaments und die Drastik des Geschehens gegenüber. Die Fabel als Gattungsform wird gleichfalls abgewandelt aufgegriffen.

In seinem 1932 erschienenen Roman Radetzkymarsch, einem Requiem auf das Habsburgerreich, schildert er anhand des Werdegangs der Familie Trotta den Zerfall Österreich-Ungarns. Der epische Roman aus Roths dritter Schaffensphase zeigt durch Selbstreflexion, Genremischung, Stilvariation und verständnisvoller Re- wie Dekonstruktion der Monarchie und ihrer Träger die Grenzen einer mythologischen Perspektive in der Moderne. In seiner letzten Schaffensphase nahm Roth, der seit 1939 aufgrund der Machtergreifung im französischen Exil leben musste, mit den späteren Romanen wie Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht (1936) oder Das falsche Gewicht (1937) die Fabel als Grundform des Erzählens wieder auf, wie er mit dem Österreichroman Die Kapuzinergruft aus dem Jahre 1938 an Radetzkymarsch anschloss.

Roth starb im Alter von nur 44 Jahren in Paris an seiner Alkoholsucht. Neben den beiden bedeutenden Romanen Hiob und Radetzkymarsch sind es unter anderem die Novelle Die Legende vom heiligen Trinker und der Essay Juden auf Wanderschaft, die seinen Rang als einen der wichtigsten deutschsprachigen Erzähler der ersten Jahrhunderthälfte begründen.

Eine ausführliche Biographie finden Sie auf der entsprechenden Seite von Wikipedia. Bitte folgen Sie diesem Link.

Das Buch ist unter anderem bei AMAZON zu einem unschlagbaren Preis erhältlich. Sie finden die Verkaufsseite durch einen Klick auf diesen Link.
Wie immer an dieser Stelle wünsche ich Ihnen viel Freude bei der Lektüre!

Mit lieben Grüßen aus Camposol

Ihr Rainer Andreas Seemann

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