Oxana Kalemi – Sie haben mich verkauft.

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Sie haben mich verkauft: Eine wahre Geschichte.

Von Oxana Kalemi.

Cover
Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe Leserinnen und Leser,

das Thema der Woche sind die AMAZON Rezensionen. Im letzten Artikel habe ich gefragt, was AMAZON Rezensionen noch wert sind. Heute stelle ich Ihnen ein Buch vor, das bereits vor knapp zehn Jahren erschienen ist, das aber als Beispiel bestens geeignet ist. Dies Art von „Biographien“ hat derzeit wieder einmal Konjunktur. Erstaunlich dabei, dass das Werk von 88% der 204 Rezensenten mit vier oder fünf Sternen ausgezeichnet wurde. Nur 12% aller Bewertungen entsprechen dem Buchinhalt, den man bei wohlwollender Betrachtung mit drei, bei objektiver Würdigung der Fakten aber bestenfalls mit einem Stern bewerten kann. Es geht dabei um das Thema Zwangsprostitution, das hochaktuell ist. Mädchen aus Osteuropa werden mit falschen Versprechungen nach Deutschland gelockt und dort als Prostituierte „verkauft“. An sich ein spannendes Thema. Man erhofft sich als Leser nun Hintergrundinformationen über dieses üble Gewerbe. Aber davon ist das Buch weit entfernt. Es handelt eher von der grenzenlosen Dummheit der Protagonistin, die alle Chancen, diesem Teufelskreis von Prostitution und Erniedrigung zu entgehen, ausgeschlagen hat. In den folgenden Abschnitten stelle ich Ihnen den Klappentext und danach meine Bewertung vor. Diese Art von Büchern hat Konjunktur und findet offensichtlich einen großen Leserkreis. Es reicht, wenn sie eines davon, dieses oder ein anderes, lesen. Sie gleichen sich alle, manchmal sogar so sehr, dass man denken könnte, sie wurden von den selben Autoren verfasst und nur die Orte und Namen ausgetauscht.


Kurzbeschreibung/Inhaltsangabe



Es sollte ein Job für drei Monate sein, als Kellnerin in einem Club in Rumänien. Sie braucht das Geld für die Zukunft ihrer drei kleinen Kinder. Doch was sie dort in Wirklichkeit erwartet, ist ein wahrer Albtraum, kaum vorstellbar im 21. Jahrhundert: Der Club ist ein Bordell, ihre neuen Arbeitgeber entpuppen sich als europaweit agierende Menschenhändler. Eine schreckliche Zeit voller Angst und Gewalt beginnt, Oxana wird immer wieder verkauft, nach Italien, Deutschland, England verschleppt. Doch ihr gelingt das Unglaubliche, sie gibt niemals die Hoffnung auf und schafft es sich zu befreien. Ein erschütternder Bericht über die dunkelste Seite unserer Gegenwart.

Die Rezension von Rainer Andreas Seemann.



Ich schreibe diese Rezension nicht, um mir Freunde zu machen, sondern gebe ehrlich meine Meinung wieder über ein Buch, das vielen anderen Büchern dieses Genres bis auf i-Tüpfelchen gleicht. Scheinbar haben diese Art von Büchern derzeit Konjunktur. Vielleicht lässt sich damit auch einfach Geld verdienen. Man weiß nicht mehr, was Wahrheit ist und was einfach nur dazu erfunden wurde um die Auflage zu erhöhen. Denn kann es so viel Dummheit auf einmal wirklich geben?

Warum ich mir dieses Buch überhaupt heruntergeladen habe? Keine Ahnung! Wahrscheinlich war es Langeweile. Der Anfang des Buches ist erschütternd. Wenn ein Kind vergewaltigt wird, ist es eine schlimme Sache. Wenn dann die eigene Mutter nicht bereit ist, zu helfen, ist es noch schlimmer. Aber nun hat die Protagonistin trotzdem viele Chancen bekommen, aus dem Teufelskreis von Gewalt und Erniedrigung auszubrechen. Sie hat keine genutzt. Als es ihr schlecht ging, weil ihr gewalttätiger Mann alles Geld in Wodka und Drogen umsetzte, nimmt sie sich ein Herz und sucht den Kontakt zu ihrem Vater, der sie und ihr Kind wider Erwarten freundlich aufnimmt. Statt diese Chance zu nutzen, dem Elend zu entkommen, stößt sie den Vater, der es wirklich gut mit ihr meint, vor den Kopf und wirft sich ihrem versoffenen und drogenabhängigen Mann wieder an den Hals. Als der Vater stirbt lässt sie sich von ihrem ebenfalls drogenabhängigen Bruder ums Erbe betrügen. Sie gibt ihm sogar freiwillig alles, was er fordert, statt ihre eigenen Kinder damit zu ernähren. Das mag jetzt als Beispiel für die grenzenlose Dummheit der Autorin genügen. Sie gibt im Laufe des Buches oft selber zu, wie dumm sie war. Sie tappt immer wieder in die gleichen Fallen, die Geschichte wiederholt sich und wiederholt sich und der Leser fragt sich, wann die Frau endlich zu Verstand kommt. Sie kommt nicht und wenn man das Nachwort liest ist man sich nicht sicher, ob sie es heute schon begriffen hat. Man hat den Eindruck, wenn nur der entsprechende Männer-Typ wieder nach ihr greift, wird sie sich wieder ins Unglück stürzen.
Zumindest in diesem Falle hat sich mein Mitleid in Grenzen gehalten. Der internationale Frauenhandel, die Zwangsprostitution, das alles sind fürchterliche Sachen. Aber die betroffenen Frauen müssen sich eben auch helfen lassen und erkennen, wer es gut mit ihnen meint und wer nicht.

Soweit meine Rezension. Wie gesagt, sie gilt gleichermaßen für alle diese Bücher, dieses Genres. Es bestärkt mich aber in meiner Gewohnheit, immer erst die zwei oder drei Sterne Rezensionen zu lesen, die meist ehrlicher sind als die mit 5 Sternen.

Das Buch gibt es bei AMAZON, für die, die es sich antun möchten.

Wie immer bedanke ich mich bei allen meinen Lesern, die bis zum Ende dabei waren.

Liebe Grüße aus Condado de Alhama

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One Reply to “Oxana Kalemi – Sie haben mich verkauft.”

  1. Eine wahre Geschichte? Gut möglich. Ich erlebe immer wieder, dass Menschen ihr Erlebtes aufschreiben und denken, DAS wäre schon Literatur. „Selbst erlebt und selbst aufgeschrieben…“ – ist kein Qualitätsmerkmal.
    Offenbar gibt es für Bücher mit derartigem Inhalt eine Leserschaft. Sagt fast noch mehr über die Leser als über den Autor.

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