Rolle des Alexander Dubcek in den Jahren 1968 und 1969.


Rolle des Alexander Dubcek in den Jahren 1968 und 1969

Von Pavel Rybák

Der Prager Frühling
Liebe Leserinnen und Leser,

ich war seinerzeit gerade mal 18 Jahre alt, als in der damaligen Tschechoslowakei der sogenannte Prager Frühling ausbrach. Der Name „Alexander Dubcek“ ist mit diesen Ereignissen untrennbar verbunden. Es war für uns junge, politisch interessierte Menschen in der Bundesrepublik unvorstellbar, dass die zarte Demokratie, die dort entstand auf so unvorstellbar grausame Weise durch die Panzer des Warschauer Pakts wieder zerstört wurde. Pavel Rybák beschreibt in diesem kleinen Aufsatz, die Rolle, die Alexander Dubcek in jenen Tagen gespielt hat und er beschreibt auf sehr einfühlsame Weise den Charakter dieses großen Mannes. Der Autor ist Tscheche. Er sagt über sich: „Ich schreibe sehr gern über dem ehemaligen tschechoslowakischen Staat. Bisher publiziere ich nur tschechische Zeitschriftstexte.“

Kurzbeschreibung/Inhaltsangabe



Durch die Annäherung an den traurigen Jahrestag am 21. August, habe ich beschlossen, einige meiner Gedanken über den Sozialismus mit menschlichem Gesicht und Folgen in unserem Land zu schreiben. Die Geschehnisse in der sozialistischen Tschechoslowakischen Republik am Ende der sechziger Jahre im vorigen Jahrhundert, sind nach der Revolution in den Medien aus mir unbegreiflichen Gründen in Zweifel gezogen worden. Einige Politiker und Fachleute haben Tendenzen, gerade diese Passage der Nationalgeschichte, umzuschreiben.

So ist das auch im Falle der führenden Persönlichkeit des „Prager Frühling 1968“, Alexander Dubcek, den 1. Sekretär der KSC. Er war ein Mensch, der für seine Reformen in der Kommunistischen Partei eine internationale Anerkennung bekommen hat. Zum Beispiel im Jahre 1988 wurde er mit einem Ehrendoktorat der Universität in Bolognia ausgezeichnet.

In Tschechien und der Slowakei ist er bis heute verspottet.

Ich versuche, in einem objektiven Blick, seine Rolle in der Zeit seiner Tätigkeit zu beschreiben. Im Besonderen die Zeit von Januar 1968 (seine Ernennung in die Funktion des 1.Sekretärs) bis April 1969 (bis zu seiner Selbstkritik und Abdankung aus der Führungsposition).

Herr Dubcek war ein Mann mit Würde, gutherzig, sensibel, selbstkritisch, ehrlich und eine Person mit einer herzlichen Beziehung zur Sowjetunion. Verhältnis zu den sowjetischen „Freunden“ hat er charakterisiert durch die Worte: „Mein ganzes Leben lang habe ich der Zusammenarbeit mit der Sowjetunion gewidmet.“ Die Ernüchterung folgte nach jener verhängnisvollen Nacht: “Tragödie meines Lebens.“

In Allgemeinem kann man sagen, dass Herr Dubcek gekennzeichnet ist als ein guter Mann, mit einem unglücklichen Wesen.

Ende der Novotny Ära wurde eine allgemeine Unzufriedenheit nicht nur in der tschechoslowakischen Gesellschaft, sondern auch in der engsten sowjetischen Führung und dem KGB bekannt. In Bezug auf die neuen, tschechoslowakischen Führer, wollte die UdSSR einen jungen Mann mit einer herzlichen Beziehung zur Sowjetunion. Diese Beschreibung passte zu A.D. Seit seinem Anfang war A.D. für eine sozialistische (marxistisch-leninistische Linie) und für die sowjetische Orientierung der tschechoslowakischen Gesellschaft, wollte aber die kommunistische Vergangenheit neu bewerten. Diese Revision benötigt auch eine produktive Wirtschaft und eine stärkere Zusammenarbeit mit der westlichen Welt.

Es war gerade A.D., der Prof. Schick seine lang geplante Wirtschaftsreform ermöglichen wollte. Er wurde aber durch Novotny und seine Garnitur blockiert. Daher konnte die Wirtschaftsreform nicht wirksam sein.


Das Aktionsprogramm wurde im April 1968 gegründet und erhielt alle Formen der reformistischen Führung Dubcek´s, so wie auch politische und wirtschaftliche Maßnahmen. Einige Experten argumentieren, dass dieses Dokument zu spät gekommen ist. Zum Beispiel Petr Pithart, der in seiner Arbeit schreibt, dass in der UdSSR und dem gesamten kommunistischen Lager (außer vielleicht Jugoslawien) für eine Reform des Kommunismus noch nicht die Zeit gekommen war.

Durch A.D. erklärte die Führung im Januar eindeutig ihr Konzept des „Sozialismus mit menschlichen Antlitz“ als die einzige Reform des Sozialismus mit Elementen der Demokratisierung. Schließlich schreibt darüber Kriegel im politischen Teil des Aktionsprogramms, in dem gesagt wurde, dass der soziale Status der kommunistischen Partei eingehalten werden muss.
Ich glaube, dies bezieht sich hauptsächlich auf die Sozialdemokraten, weil viele Mitglieder der kommunistischen Partei ursprünglich Sozialdemokraten waren. Dennoch können wir diese Reformkommunisten nicht, aus nicht voreingenommene Sicht bewerten. Wir müssen die Situation sehen, wie sie vor 1968 war.

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Ihr Rainer Andreas Seemann


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