Seemann Publishing — Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte.


Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte.

Von Seemann Publishing.

Cover
Liebe Freunde meines Autorenblogs,
liebe Leserinnen und Leser,
um Ihnen die Lust auf dieses wunderbare Werk noch etwas zu verstärken, habe ich mich entschlossen, diese Woche noch einmal darauf einzugehen.
Was bietet der Almanach?
Nun, er bietet eine außergewöhnliche, literarische Sammlung von Lyrik, Prosa, Erzählung und Humor. Als Autoren fungieren Frauen und Männer aus medizinischen Berufen, überwiegend Ärztinnen und Ärzte.
Dieses Buch passt in jeden Bücherschrank. Lernen Sie unsere Mediziner von einer ganz anderen Seite kennen. Auch als Geschenk ist dieses Buch ein wertvoller Tipp.
Im folgenden Abschnitt stelle ich Ihnen, ohne den Autor bzw. die Autorin zu nennen, einige Beispiele aus dem Buch vor. Falls Sie noch mehr lesen möchten, können Sie das Buch durch einen Klick auf diesen Link bei AMAZON bestellen.


Zitzewitz

Der tiefste aller Witze
ist der vom alten Zitzewitze,
der, als er vollgetankt
und dann heimgewankt,
gerügt von seiner Frau,
die meinte, er sei blau,
und sie verstünde nie,
warum er söffe wie ein Vieh,
zur Antwort gab: „Ach weesste,
red‘ nicht von was du nicht verstehste!“

oder noch ein Beispiel:

Aphorismen

Wenn das Herz älter wird, fallen die Herbstblätter mit größerer Intensität.

Zum Welken geboren, ist der Mensch zu Tat und Geist verdammt.

Des Leides Urgrund ist des Menschen Herz und die Zerbrechlichkeit der tönernen Form.

Die Computer werden immer ziemlich jämmerlich bleiben. Wann könnten sie je die Vollkommenheit „geliebter Haut“ ertasten?

Auszug aus einem Reisetagebuch

Taschkent, übersetzt Stadt der Steine, realiter Stadt der weißen Kleinwagen, der Chevrolets aus Fergana, Stadt der Zimmersuiten im Hotel Miran International, in denen man sich fast verliert, Stadt der breiten, baumbestandenen Ma-gistralen, die Stadt, wo derzeit Emir Timur, vormals der ge-fürchtete Tamerlan, die Geißel Gottes, der hinkende Timur auf zentralem Sokkel reitet, da, wo zuvor Karl Marx, Lenin, Stalin und General Kaufmann, der zaristische Eroberer, sta-tuarisch waren, die nun ihrerseits im Keller und Depot der Stadt und der Geschichte lagern, Taschkent, die Stadt des verheerenden Erdbebens von 1966, wo man statt 7000 To-ten nur wenige Dutzend offiziell erwähnte und Auslandshilfe sich verbat, die 440 Meter hoch liegt, reich an Wasser, Brun-nen und Kanälen, mit weißstämmigen Bäumen und großzü-gigen Parks versehen, mit knallbunten Kinderspielplätzen, mit Zentralasiens Turk-Gesichtern, die meisten jung und mit zartem Nachwuchs, Taschkent, die Stadt der verrottenden Bauten, nach dem Erdbeben schnell hochgezogen, die Stadt der weißmarmornen Paläste, wo in den Marmor eingemetzt islamisch-orientalischer Dekor, wo zaristische, stalinistische und spätsowjetische Bauten eng benachbart, doch nicht allzu hoch, da Erdbeben nie auszuschließen, Taschkent, nun Hauptstadt des Islams in Zentralasien und obendrein noch Hauptstadt von Usbekistan, wo Schleier, den Russen sei Dank, noch kaum gegenwärtig, wo Großmoscheen mit Kup-peln, Minaretten, Medresen und Grabmälern noch stehen, wieder stehen und erneut entstehen, wo auf Hirschleder gemalt ein ältester Koran ausliegt, wo grauer Himmel uns Sommerhitze ersparte und wo bei den Moscheen Schuhlöf-fel von Nutzen sind oder wären, wo der Hast-Imam-Komplex seit 12 Jahren an mittelalterliche Pracht und Größe anknüpft, wo die Süße der Muskattrauben und Melonen beim Frühstück den Gaumen betört, wo für 50 Euro man von zwei jungen Damen nach einer Serie von Stempeln und Un-terschriften, im Duett geleistet, in dem dann noch selbst quittierten Papier einen halbziegeldicken Packen grüner 5000-Som-Noten erhält, wo man für zwei Krüge Bieres 66 000 Som berappt, Taschkent, das an uns vorbeizieht, die wir im chinesischen HIGER-Bus sitzen, Seidenstraßenperle vor-mals, Zentralasiens größte Stadt und schlagendes Herz Us-bekistans.
Dafür lohnte sich der sechsstündige Ritt durch die Lüfte im modernen Dream-Liner von Boeing, die verflogenen 5000 Kilometer, die nur kurzen Blick auf Wolga und Kaspisches Meer erlaubten.
Stolz kann man sagen, dass man Taschkent seit heute ein wenig und besser kennt.

Sie sehen, liebe Leserinnen und Leser, es gibt in diesem Buch für jeden Geschmack, für die Liebhaber jedes Genres etwas. Das macht das Buch zum idealen Geschenk.

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Ihr Rainer Andreas Seemann

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2 Replies to “Seemann Publishing — Almanach deutschsprachiger Schriftsteller-Ärzte.”

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